Stellungnahme der VGS zum Fall Dylan

In Zusammenhang mit dem Fall der Kindstötung von Dylan Katit-Stäheli wurde in verschiedenen Artikeln und Medien erwähnt, dass die Mutter sich anscheinend vegan ernährte. Dadurch wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, die vegane Lebensweise stünde in irgendeinem Zusammenhang mit dieser schrecklichen Handlungsweise.

Die Vegane Gesellschaft Schweiz (VGS) bedauert ausserordentlich diesen tragischen Fall. Wir stehen in keinerlei Beziehung zu Frau Katit-Stäheli und kennen die genauen Hintergründe der Tragödie, welche noch Gegenstand von polizeilichen Untersuchen sind, nicht. Wer vegan lebt, tut dies in den allermeisten Fällen aus ethischen Überlegungen mit der Absicht so wenig Schaden an Mensch, Tier und Umwelt zu verantworten wie nur möglich. Die Handlungen von Frau Katit-Stäheli stehen in krassem Widerspruch zu diesen Absichten.

Über ihre Beweggründe, medizinische Hilfe abzulehnen, kann nur spekuliert werden. Wir möchten jedoch betonen, dass eine vegane Lebensweise in keinster Weise bedeutet, sich medizinischer Hilfe und Unterstützung zu verwehren. Die VGS befürwortet immer, sich falls notwendig in medizinische Behandlung zu begeben. Ausserdem weist die VGS regelmässig auf die Notwendigkeit einer wohl-geplanten veganen Ernährung sowie einer entsprechenden Supplementierung hin.

Die Vegane Gesellschaft Schweiz (VGS) wurde 2011 als Verein gegründet, um sachlich und fundiert über die Hintergründe und Vorteile der veganen Lebensweise zu informieren und für Anfragen von privater und öffentlicher Seite als Auskunftsstelle zur Verfügung zu stehen.

Medien-Anfragen sind zu richten an unsere Medien-Verantwortliche Cristina Roduner.

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