Gastrobericht München

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Reisebericht-Rafi-FotoHier ein aktueller Bericht über das vegane Angebot in der bayerischen Hauptstadt München im Frühling 2014. Die nur vierstündige Reise kostet bloss 25 Franken mit dem Bus ab Zürich und ist somit allemal auch einen kurzen Ausflug wert.

Nach der Ankunft am Bahnhof ist gleich ein Besuch im Veggie-Döner Pflicht. Sechs verschieden Saucen und gut gebratenes Seitan mit verschiedenen Salaten sind in einem Dürüm oder Fladenbrot wunderbar, um den ersten Hunger zu stillen. Die meisten Gäste in der kurzen aber konstanten Warteschlange bestellen übrigens die vegane Variante.

Das Bohdi wird als neuer Stern am Münchner Vegastro-Himmel angepriesen. Das gemütliche Lokal im Pub-Stil ist ausgebucht bis oben hin und bietet eine breite Auswahl deftiger und auch etwas ausgefeilterer Gerichte. Von der etwas faden Rote-Beete-Suppe, dem soliden Burger mit Pommes, dem sehr grossen Salat mit frittiertem Tempeh, den Käsespätzle mit etwas zuwenig Salz, die eher zu weichen Seitanmedallions mit Schwarzwurzeln an Champagnersahnesauce, oder dem Tofu mit Senfkruste und Trüffel-Kartoffelgratin waren es Gerichte, die geschmacklich gut aber von der Würze und Konsistenz nicht ganz top abgeschnitten haben. Dafür war das Dessert dann wirklich von einer Sonderklasse und taugte als versöhnlicher Abschluss.

Das Tushita Teehaus im Glockenhausviertel bot für meinen Geschmack zuviele Tees an und obwohl die Kuchen in der Auslage lockten, musste ich etwas weiter ins Veganz integrierte Max Pettchen – Bistro, wo Smoothie, Tuna- & Käsesandwich, Daalsuppe und Schokocroissants warteten, einspringen.  Danach wurden die neuste Vegan-Spezialitäten aus aller Welt im Münchner Veganz begutachtet und im Anschluss noch ein Öko-Fairtrade-Vegan-T-Shirt im unweit benachbarten Dear Goods ergattert. Erfreulich ist auch, dass der wohl älteste Vegan-Versand auf dem Europäischen Festland Radix wohlauf ist und sich mit dem Tierrechts-Groove unweit des Veganz behaupten kann.

Das Cafe Gratitude war ein Volltreffer. Geröstete Tamari-Kerne, leckerer Hummus und knackiger Caesar Salad zur Vorspeise versprachen schon Frische und Qualität der Küche. Das spannende und saftige Sandwich mit Tempeh, Gurken und weiteren unbekannten Zutaten mundete einfach wunderbar. Die Rohkostpizza mit Cashewkäse, Oliven, Süsskartoffeln war sehr fein und bekömmlich. Der Burrito, trotz dem Koriander, angenehm reichlich und deftig. Hier sind absolute Profis mit Bodenstand am Werk. Der Schoko-Mohn-Kuchen war nicht genug,  der Chia-Pudding jedoch eher zu wenig süss, aber ins Gratitude gehe ich sicher gerne bald wieder!

Auch in München ist zu bemerken, dass Restaurants neueren Eröffnungsgdatums sehr oft vegan im Angebot und gekennzeichnet haben. So ist der Vegan-Burger im Hans im Glück mit Weizenbratling und sehr feiner Mayosauce zu empfehlen, wobei dieser scheinbar noch nicht in allen Filialen erhältlich ist. Im Katzentempel sind die Gastgeber 4-beinig und heissen Gizmo, Ayla, Jack und Balou. Die restlichen, 2-beinigen Angestellten bringen feine vegane Currys, Weisswurst-Frühstück, grosszügige Salate, Crêpes und eine exquisite Sachertorte aus der grossen Tortenauslage. Ein interessantes Erlebnis, wo die Tiere zum Glück nur neben dem Teller eine zentrale Rolle spielen.

Im Max Pett sollte reserviert werden. Wobei an diesem lauen Frühlingsabend sogar draussen in diesem ruhigen Quartier unweit des Hauptbahnhofes gegessen werden konnte. Das Fisch-Knusperli mit Remoulade als Amuse-Bouche überraschte positiv und war köstlich. Die Spargelsuppe, der Thunvischsalat mit viel Pepperoni zum Auftakt waren herrlich. Die Trüffelravioli wurden mit etlichen “Mmmh”s bekundet und die Sojaschnitzel mit Spargeln und blauen Kartoffeln wurden schon oft gekostet aber diesmal scheinbar mit einer geheimen Wundermarinade angesetzt. Der Dessert mit Nougat-Pannacotta und Schokosauce, der dazugehörige Kumquat-Confit zwar etwas gewöhnungsbedürftig, die Himbeertorte dafür erste Sahne. Ein durchwegs bayrisch-währschaftes und grandioses Vegan-Esserlebnis im Max Pett.

München ist also aus vegan-kulinarischer Perspektive durchaus eines Besuches würdig und einiges konnte bei diesem Kurzbesuch noch nicht gekostet werden; wenn ihr also weitere Erlebnisse oder Tipps aus München habt, freuen wir uns über Kommentare dazu.

Neben Happycow bietet auch eine Gruppe und Liste auf Facebook gute vegane Tipps für München.

Hier eine paar Schnappschüsse der Münchner Vegan-Kulinarik.

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