Nicht nur die Deutschschweiz ist sehr aktiv, was das vegane Angebot anbelangt: Nachdem die Romandie erst ziemlich der Entwicklung jenseits des Röstigrabens hinterherhinkte, hat sich die letzten Jahre einiges getan. Somit können auch Westschweizer VeganerInnen von einem stetig wachsenden Angebot profitieren.

Gleich hinter dem Bahnhof Genf bietet beispielsweise Aux Deux Portes seit Jahren tagsüber ein frisch gekochtes, ausschliesslich veganes Mittagesgericht sowie Kuchen und Cakes in einem Lokal an, das gleichzeitig auch als Reformhaus dient. Seit 2013 gibt es zudem das rein vegane Restaurant Helveg im Genfer Champel-Quartier, welches in einem gediegenen Ambiente gehobene vegane Küche wie auch mehrere Rohkostgerichte anbietet. In der dazugehörigen Boutique werden vegane und tierversuchsfreie Kosmetika, Esswaren, aber auch Bücher zum Thema Veganismus angeboten. Eine grosse Auswahl kommt vom Lausanner Verlagshaus L’Age d’homme, dessen Chefin Andonia Dimitrijevic selbst Veganerin ist und eine Auswahl veganer Kinderbücher übersetzen hat lassen, aber auch vegane Koch- und Tierethikbücher auf Französisch herausgibt und somit eine grosse Lücke im französischsprachigen Raum geschlossen hat. Bei L’Age d’homme gibt es ausserdem T-Shirts mit veganen Botschaften, sowie Baumwolltaschen. Gleichzeitig organisiert sie regelmässig vegane Cupcake und Muffin-stände in Lausanne und organisiert einmal monatlich zusammen mit weiteren AktivistInnen den veganen Brunch ‘Veganpolis’, welcher jeweils bis zu 200 Personen nach Lausanne lockt. Mehr Informationen zum veganen Leben in Lausanne findet man auf diesem Blog. Auf dem Genfer Sonntagsmarkt bei Plainpalais gibt es zudem einen Stand, der ausschliesslich vegane Produkte wie Vegustokäse, Würste und Aufschnitt, aber auch hausgemachter Kuchen, Pralinés und Hummus anbietet.

Auch die veganen Stammtische finden seit mehreren Jahren nicht nur in Genf und Lausanne regelmässig statt, sondern auch gelegentlich in Yverdon-les-Bains und Neuchâtel. Und auch für den World Vegan Month wird es ein vielseitiges Programm in der Westschweiz geben — Informationen findet man in den Facebook-Gruppen ‘vegan à Genève’ oder ‘vegan à Lausanne’ oder auf der Webseite der Westschweizer Tierethikorganisation ‘Pour Egalité Animale’, welche eine Fusion von GenevAnimaliste und LausAnimaliste ist.

Zudem stellt der Tofuhersteller Swissoja seit 1977 diverse Tofuprodukte in Genf her und beliefert damit viele Reformhäuser, Restaurants, Spitäler sowie Manor und Globus in der Schweiz. Sie verwenden dabei ausschliesslich biologische und gentechfreie Sojabohnen aus der Schweiz oder Frankreich und stellen damit jährlich zwischen 500-600 Tonnen traditionellen Seiden-, geräucherten oder Nature-Tofu her, aber auch Tofu mit diversen Geschmacksrichtungen und Zusatzzutaten wie beispielsweise Algen, Curry, Trüffelöl, Chili, Oliven oder Basilikum. In einigen Monaten bringt Swissoja zudem eine frische Sojamilch auf den Markt, die in ausgewählten Reformhäusern im Kühlregal zu finden sein wird.

Ein Ausflug in die Westschweiz lohnt sich nun also auch aus veganer Sicht!

 

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