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Wie ist es, in der Wiege von Burger, Chicken Nuggets und Co. als Veganer*in unterwegs zu sein? Gastbloggerin Caro hat es zum Velofahren in den Südwesten der USA (Arizona, Nevada und Utah) verschlagen. Dass sie und ihr Freund nicht verhungert sind, können wir bereits verraten. Doch was hat ihnen die Energie geliefert, um sich im Sattel zu halten?

 

Zmorge

Amerikanische Hotels und Motels sind im Allgemeinen nicht auf Veganer*innen vorbereitet. Ein gutes Frühstück definiert sich dort über Berge von Rührei und Speck. Die morgendlichen Speckschwaden sind natürlich alles andere als appetitanregend. Pflanzenmilch und Margarine sucht man in der Regel vergebens, dafür ist Erdnussbutter zum Glück fast allgegenwärtig.

Einige Male waren wir in Hotels mit sehr umfangreichem Frühstücksbuffet und kamen so in den Genuss von Bratkartoffeln oder Kartoffelpuffern. Meistens haben wir uns jedoch auf dem Zimmer selber verpflegt, zum Beispiel mit Oatmeal (Haferflocken gemischt mit Pflanzenmilch). Diese aufzubewahren stellte in der Regel kein Problem dar, weil meist ein Kühlschrank im Zimmer war. Und wenn nicht, konnten wir unseren Mini-Van als solchen benutzen, da die Temperaturen nachts teilweise unter Null fielen. Ebenfalls fast immer vorhanden war eine Kaffeemaschine und oft gab es sogar eine Mikrowelle im Hotelzimmer. 

Einkaufen

Wenn man in einer grösseren Stadt ist, kann es von Vorteil sein, einen der «Whole Food»-Stores aufzusuchen. Deren Angebot ist in etwa vergleichbar mit dem von Reformhäusern. Ansonsten kann es schwierig werden, Tofu, Fleischersatzprodukte und vegane Alternativen für Milch und Käse aufzutreiben. In normalen Supermärkten bekommt man in der Regel Mandelmilch und mit Glück noch Sojamilch. Und während man in der Schweiz heutzutage sogar im Volg Pflanzenmilch erhält, wird man in amerikanischen Tante-Emma-Läden vergeblich danach suchen.

 

Unsere USA-Ferien waren hoffentlich ein Teaser bezüglich des zukünftigen Glace-Sortiments in der Schweiz…

 

Alles in allem hatten wir den Eindruck, dass die Auswahl an veganen Produkten in den Staaten nicht grösser als in der Schweiz ist. Natürlich haben wir trotzdem den einen oder anderen Schatz gefunden, von dem wir hoffen, dass er bald auch unsere heimischen Regale erobern möge. So sind etwa noch nicht alle Sorten von Ben & Jerry’s non-dairy Glacen bei uns angekommen. Hoffentlich können wir in nicht all zu ferner Zukunft auch hier ihr leckeres «Cherry Garcia» (schmeckt wie Schwarzwäldertorte) geniessen, in welches wir uns in Panguitch, Utah verliebt haben. 

Restaurants

Wie ein Blick auf Happycow schnell verrät, sucht man ausserhalb der grossen Städte meist vergeblich nach veganen Lokalen.  So mussten wir in der Regel auf konventionelle Gasthäuser ausweichen, welche oft dennoch mit veganen Optionen aufwarten konnten. Insbesondere der Beyond Burger und der Impossible Burger haben die amerikanische Gastrowelt bereits erobert und können sogar in kleineren Diners bestellt werden.

Die Küchen gehen sogar noch weiter und boten meist schon alternative Verwendungen für das Burgerpatty an: Als Taco-Füllung, Bolognese oder in einem asiatischen Gericht . Das bringt Abwechslung auf den Teller. Dennoch hätten wir uns gewünscht, dass sich die pflanzlichen Optionen weniger oft in Fleischalternativen erschöpfen. Schliesslich gäbe es ja tausende pflanzliche Lebensmittel mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten.

 

Vielseitig und währschaft: Beyond Burger, einmal asiatisch, einmal im Taco.

 

Eine rühmliche Ausnahme bildeten – wie ja eigentlich überall – die asiatischen Restaurants. Zu diesen gesellten sich auch die mexikanischen Lokale, in denen es nie ein Problem war, in den vegetarischen Gerichten Käse und Sourcream wegzulassen.

Natürlich würde ich den anderen Restaurants von Arizona, Nevada und Utah massiv unrecht tun, wenn ich behauptete, uns wurde überhaupt nichts anderes als Pflanzenburger in verschiedenen Ausführungen geboten. Selbst wenn die Karte offiziell nichts hergab, konnte die Küche oftmals etwas zaubern, zum Beispiel leckere Gemüseteller mit Ofenkartoffeln.

Auch erwähnenswert ist die allerorten überaus freundliche Bedienung. Diese gab uns nie das Gefühl, «Problemgäste» zu sein. Ob es an der Tatsache liegt, dass das Trinkgeld eine wichtige Einnahmequelle ist oder an der Mentalität grundsätzlich, können wir nicht einschätzen. Jedenfalls bekommt man in den Staaten das «Kunde ist König»-Gefühl, welches in europäischen Restaurants schon mal ausbleiben kann.

Geheimtipp in Las Vegas

Zu guter Letzt folgt noch eine Empfehlung für alle, die sich mindestens eine Nacht in Las Vegas aufhalten. In der Schweiz kennt man ja bereits das Dunkelrestaurant blindekuh in Zürich, welches auf Anfrage ihr vegetarisches Menu surprise vegan zubereitet. In Vegas jedoch bietet Blackout ein solches Erlebnis. Und zwar nicht nur als eine Menüvariation, sondern das Restaurant serviert ausschliesslich pflanzenbasierte Köstlichkeiten. Zu viel verraten will ich an dieser Stelle nicht, ausser dass jeder der sieben Gänge köstlich war.

 

Weite Landschaften und wenig Reisende: Der Südwesten der USA bietet einige lohnenswerte Orte.

Fazit

Würden wir es wieder tun? Auf jeden Fall! Die eindrücklichen Landschaften Nordamerikas sind allemal eine Reise wert. Extra wegen des Essens muss man allerdings nicht in die USA reisen. Zumindest nicht, wenn man sich ausserhalb der Metropolen bewegen will.

Auf den Notnagel French Fries oder Onion Rings muss man dennoch äusserst selten zurückgreifen, denn amerikanische Restaurants setzen in der Regel wirklich alles daran, ihre Gäste zufriedenzustellen. An vielen Orten muss man als Veganer*in übrigens  grosszügig über die zelebrierte Cowboy-Romantik hinwegschauen müssen, trifft dafür aber auf viel Offenheit und Flexibilität.

Es bleibt noch zu sagen, dass wir natürlich nur einen kleinen Ausschnitt dieses riesigen Landes zu Gesicht bekommen haben. Somit kann es gut sein, dass ihr auf eurer eigenen Entdeckungsreise noch ganz andere Erfahrungen macht. Wir würden uns freuen, wenn ihr diese in den Kommentaren teilt!

 

Caro schwingt sich gemeinsam mit ihrem Freund zur Ferienzeit gern in den Velosattel, um andere Länder zu erkunden. Sie bloggt regelmässig auf www.extraveganzen.com und ab und zu auf vegan.ch. Wenn auch du Lust hast, etwas für diesen Blog zu schreiben, melde dich bei anja@vegan.ch!

 

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