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Hast du dich auch schon gefragt, wo die Massentierhaltung ihren Anfang fand und wie es überhaupt so weit kommen konnte? Wir haben für dich einen Abstecher in die Vergangenheit gemacht und die grausame Geschichte der Massentierhaltung zusammengefasst.

Ein unglücklicher Zufall

Den Start fand die Massentierhaltung 1923 auf der US-amerikanischen Halbinsel Ocean View. Die Hausfrau Celia Steele, die bis dahin die kleine Geflügelschar ihrer Familie betreute, erhielt anstelle der bestellten 50 Küken gleich 500 Tiere und beschloss, diese zu behalten. Anstatt  die Tiere an einem neuen geeigneten Ort  unterzubringen, wollte sie ausprobieren, was passieren würde, wenn sie die Küken im Winter allesamt miteinander in einem geschlossenen Raum hält.
Ihr Experiment glückte zwar, doch die Vögel hätten niemals unter diesen Bedingungen überleben können, wenn nicht kurz zuvor die positive Wirkung von Vitamin A und D im Futter entdeckt worden wäre. Dazu kam das Aufkommen von Brutkästen. So überlebten die Küken trotz extremem Platzmangel, ohne Tageslicht und ohne Bewegung. 

Es kam dazu, dass Celia Steele nur drei Jahre später rund 10’000 Hühner besass, 1935 waren es bereits 250’000. Dazu muss gesagt werden, dass die durchschnittliche Grösse einer Hühnerschar zu dieser Zeit in Amerika bei etwa 23 Tieren lag. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus der ländlichen Halbinsel «Ocean View» das Geflügelzentrum der Welt. Die Geflügelproduktion wurde dadurch zwar zum grössten Wirtschaftszweig, aber auch zum grössten Verschmutzungsfaktor der Region.

celia steele
Celia Steele – die erste Massentierhalterin

Doch das war erst der Anfang

Anfang der 30er-Jahre wurde die industrielle Massentierhaltung geboren. Geschäftsmänner wie Arthur Perdue oder John Tyson förderten diese ausschlaggebend. Der Staat unterstützte Hybridgetreide – billiges Futter, das über Fliessbänder zu den Tieren gebracht wurde. Damit sich die Vögel unter diesen katastrophalen Platzverhältnissen nicht gegenseitig verletzten, wurde das Schnabelkürzen erfunden und automatisiert. Damit die Tiere schneller wuchsen, wurde die automatisierte Belüftung und Beleuchtung der Ställe eingeführt.

Aus der Farmarbeit mit 23 Küken, die genug Platz, gutes Essen und Bewegung erhielten, wurde so in nur zehn Jahren ein Wirtschaftszweig, in dem das Wohlergehen der Hühner keine Rolle mehr spielte. Die Küken wurden so manipuliert, dass die Tiere bei geringeren Kosten mehr Fleisch produzierten.

Die Spitze der Manipulation

Damit der ganze Prozess noch billiger und gewinnträchtiger wurde, veränderte man die Genetik der Hühner. Ab den 40er-Jahren wurden Sulfonamid und Antibiotika in das Tierfutter gemischt, um das Wachstum zu fördern und Krankheiten einzudämmen. Durch die Umgebung, die Medikation und die Manipulation der Genetik gab es ab 1950 nur noch zwei Hühnersorten, – eine für die Eierproduktion und eine für die Fleischproduktion. Das Durchschnittsgewicht eines Masthuhns stieg um 65 Prozent, der Futterbedarf wurde um 57 Prozent gesenkt, während die Lebensdauer bis zur Schlachtung um 60 Prozent verkürzt wurde. 

Nach den ganzen genetischen Veränderungen wurden Medikamente unerlässlich, denn ohne diese wären die Hühner nicht mehr überlebensfähig gewesen. Fachkundige Farmer wurden durch Lohnarbeiter ersetzt. Und was mit Hühnern begann, wurde nun auch an anderen Tieren angewendet. Der Startschuss zum Untergang.

Wusstest du, wo die Massentierhaltung ihren Startschuss fand? Seit nun fast hundert Jahren leben die Tiere in Massentierhaltungen unter katastrophalen Bedingungen. Die Tierhaltung ist seit 1940 durch die voranschreitende Technologie eher Tier fremder und radikaler geworden. Durch ein JA zur Massentierhaltung Initiative am 25. September können wir einen Schritt in eine Leid freiere Nutztierhaltung gehen. Also, worauf wartest du noch?

Damit du noch mehr über die Massentierhaltung Initiative lesen kannst, haben wir dir die Initiative in einem Beitrag genauer erklärt und einige Argumente der Gegner aufgeschlüsselt.

Quellen:

Jonathan Safran Foer «Tiere essen» 7. Auflage 2019, S. 125 – 130

massentierhaltung.ch

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