Bärlauch: wie du ihn erkennst, erntest und richtig verwendest

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Der leichte Knoblauchgeruch liegt in der Luft, Wiesen und Wälder sind voll damit – Bärlauch. Seit Mitte März spriesst die Pflanze aus den Böden. Doch wusstest du, dass es giftige Doppelgänger der nach Knoblauch schmeckenden Pflanze gibt, die viele von uns so lieben? Wie du Bärlauch erkennst und artgerecht pflückst, erfährst du hier.

Von Anfang März bis Mitte Mai spriesst er aus den Böden. Besonders wohl fühlt sich Bärlauch in schattigen, nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern, auf Wiesen und Parkanlagen. Ab Mitte Mai beginnt die Blütezeit und die Blätter verlieren an Geschmack, doch giftig sind sie auch dann nicht. Anders sieht das bei Maiglöckchen und Herbstzeitlosen aus, ihre Blätter sehen denen der Bärlauch-Pflanze zum Verwechseln ähnlich, für den Menschen sind sie aber hochgiftig.

Bärlauch

Bärlauch

Maiglöckchen

Maiglöckchen

Herbstzeitlose

5 Erkennungsmerkmale, die dir das Bärlauchsammeln erleichtern

  • Stiele:
    Anders als bei Maiglöckchen und Herbstzeitlosen haben Bärlauchblätter pro Blatt einen klar erkennbaren Stiel. Bei den anderen beiden Pflanzen sind zwei bis drei Stiele ineinander gewickelt.

  • Blatt:
    Am einfachsten auszuschliessen sind die Herbstzeitlosen. Ihre Ober- und Unterseiten der Blätter glänzen, wenn du sie siehst, kannst du die nicht zum Verzehr geeignete Pflanze einfach stehen lassen. Schwieriger wird der optische Unterschied beim Bärlauch und den Maiglöckchen, sie blühen beide im Frühling und haben ovalförmige Blätter. Ein Unterschied, den du dir merken kannst: Bärlauchblätter haben eine matte Unterseite, Maiglöckchen haben eine glänzende Unterseite.  

  • Blütenknospen:
    Herbstzeitlose blühen anders als Bärlauch und Maiglöckchen im Herbst und haben lilafarbene Blüten. Bärlauch und Maiglöckchen blühen im Frühling und sind beide weiss, unterscheiden tun sie sich bei der Knospenform. Bärlauch erkennst du an den sternförmigen, länglichen Blüten. Maiglöckchen-Knospen sind zum Boden gerichtet und eher kugelförmig.

  • Geruch:
    Das eindeutigste Merkmal ist der Geruch. Bärlauch riecht als einzige der drei Pflanzen nach Knoblauch. Um sicherzugehen, dass es sich um Bärlauch handelt, einfach ein Blatt zwischen den Fingern verreiben, wenn es nach Knoblauch riecht, mitnehmen 🙂 

  • Wurzel:
    Und wenn du dir immer noch nicht sicher bist, lege vorsichtig die Wurzel der Pflanze frei. Bärlauch erkennst du an der Zwiebel, die sich in der Erde versteckt, bei den Maiglöckchen findest du nichts anderes als Wurzeln. 

Bärlauch erkannt, aber wie ernte ich ihn richtig?

Achte dich darauf, an Orten mit möglichst geringer Verschmutzung Bärlauch zu sammeln. Von Wald- und Strassenrändern, die oft von Hunden begangen werden oder Wiesen, die gedüngt werden, solltest du die Finger lassen. Der Natur zuliebe nicht alle Pflanzen am selben Standort pflücken, so kann der Fortbestand gewährleistet werden. 

Kurz gesagt:

  • Schneide mit einem Messer oder einer Schere die Blätter ab
  • Sammle an Orten mit einem grossen Bärlauch-Bestand
  • Schneide pro Pflanze nur ein / zwei Blätter ab, damit sie sich regenerieren kann
  • Sammle nur so viel Bärlauch, wie du wirklich verwenden kannst
  • Das Sammeln in Naturschutzgebieten ist verboten

Bis Ende April hast du die Chance, Bärlauchknospen zu sammeln. Eingelegt erinnern sie an Kapern mit einem zarten Knoblauchgeschmack und schmecken hervorragend in Salaten, Apéroplättli oder einfach auf einem Brötli. Wenn dir normales Brot zu langweilig ist, haben wir ein leckeres Bärlauchbrot Rezept für dich kreiert.

Quellen:

vegan.ch (12.4.23)

utopia.de (12.4.23)

utopia.de (12.4.23)

krautundrueben.de (12.4.23)

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