Vegan in der Arzt­pra­xis

Die Bera­tung bei Ernäh­rungs­fra­gen gehört zu den ärzt­li­chen Kern­kom­pe­ten­zen. Spe­zi­ell betrifft dies heu­te auch die vega­ne Ernäh­rung, aller­dings sind vie­le Ärz­tin­nen und Ärz­te nicht auf dem aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Stand. Wer sich abwechs­lungs­reich vegan ernährt und Vit­amin B12 sub­sti­tu­iert braucht kei­ne zusätz­li­chen Arzt­ter­mi­ne. Wenn du dich aber aus irgend­ei­nem Grund nicht gut fühlst, macht es Sinn einen Nähr­stoff­man­gel aus­zu­schlies­sen.

BLUT­UN­TER­SU­CHUNG SINN­VOLL?

Wer sich abwechs­lungs­reich vegan ernährt und Vit­amin-B12 sup­ple­men­tiert benö­tigt kei­ne regel­mäs­si­gen Blut­kon­trol­len. Gesun­den Erwach­se­nen sind die­sel­ben alters­ad­ap­tier­ten Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen zu emp­feh­len. Im Fal­le neu auf­ge­tre­te­ner Sym­pto­me ist eine brei­te Unter­su­chung der kri­ti­schen Nähr­stof­fe sinn­voll, ins­be­son­de­re des Vit­amin-B12, auch wenn ein Nähr­stoff­man­gel nur in sel­te­nen Fäl­len das Pro­blem ist.

MEDI­KA­MEN­TE SIND NIE VEGAN

Auf­grund der Tier­ver­su­che bei den Zulas­sungs­ver­fah­ren sind Medi­ka­men­te nie vegan. Selbst­ver­ständ­lich emp­feh­len wir aber jede not­wen­di­ge The­ra­pie durch­zu­füh­ren. Schliess­lich kannst du dich viel effi­zi­en­ter für Tie­re ein­set­zen, wenn du gesund bist. Man­che Vega­ne bevor­zu­gen Gene­ri­ka, da für die­se kei­ne neu­en Tier­ver­su­che gemacht wer­den müs­sen, eine Äqui­va­lenz­be­schei­ni­gung reicht aus. Man­che Prä­pa­ra­te ent­hal­ten zuätz­lich tie­ri­sche Inhalts­stof­fe wie Lak­to­se oder Gela­ti­ne. Es kann sich loh­nen nach­zu­fra­gen, ob eine Alter­na­ti­ve zur Ver­fü­gung steht. Sowohl aus med­zi­ni­scher wie ethi­scher Sicht emp­feh­len wir so weni­ge Medi­ka­men­te wie mög­lich, aber so vie­le wie not­wen­dig zu ver­wen­den.

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