Umstellen

Es gibt viele gute Gründe, vermehrt vegan zu essen. Denn jedes Essen ohne Tierprodukte ist ein Beitrag zu Klimaschutz, zur eigenen Gesundheit und verhindert Tierleid. Wir hoffen, dass wir dich mit unseren Ideen und Überlegungen unterstützen können. Ganz wichtig finden wir, dass es kein Wettbewerb ist. Wir finden dich grossartig dafür, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt und falls du Fragen oder Unsicherheiten hast, sind wir für dich da.

SCHRITT FÜR SCHRITT

Wer realisiert hat, was für einen Schaden wir mit unserem Konsum anrichten können, hat oft den Anspruch per sofort alle Tierprodukte vom Teller zu streichen. Das ist natürlich nachvollziehbar, aber leider oft nicht sehr nachhaltig. Denn vor einem leeren Kühlschrank zu stehen nimmt vielen die Motivation und vermittelt den Eindruck, vegan leben wäre aufwändig und kompliziert. Dabei ist es einfach eine Frage der Übung. Wir empfehlen deswegen im Allgemeinen eine langsame Umstellung. Beispielsweise, indem du jeden Tag ein veganes Produkt oder Rezept ausprobierst und so Schritt für Schritt vegane Alternativen findest, die dir schmecken. Gerade am Anfang sind Alternativprodukte oft eine grosse Hilfe, sie haben den Geschmack und Konsistenz von Fleisch oder Käse, werden aber ohne Tierleid produziert. Vergiss auch nie, dass Geschmack eine Frage der Gewöhnung ist. Was du beim ersten Mal vielleicht als ungeniessbar empfindest, kann in ein paar Jahren dein Lieblingsessen sein.
Für den Austausch mit anderen empfehlen wir dir regionale Facebookgruppen wie „Vegan in Basel und Umgebung“, wo du alle Fragen stellen kannst, die dich beschäftigen.
Für den Austausch mit anderen empfehlen wir dir regionale Facebookgruppen, wo du alle Fragen
stellen kannst, die dich beschäftigen.

WAS ZUERST?

Es liegt in der Natur des Systems, dass Tiere für die Herstellung von Tierprodukten leiden. Aus unserer Sicht sollte das Ziel deswegen eine vegane Ernährung sein. Weil eine abrupte Umstellung oft nicht langfristig ist, empfehlen wir einen sanften Umstieg. Während das Leid eines jeden Individuums unserer Meinung nach gleich viel wiegt, gibt es doch markante Unterschiede je nach Tierprodukt. Unserer Ansicht nach macht es deswegen Sinn, bei der Umstellung jene Produkte zuerst zu streichen, die am meisten Tierleid entstehen lassen.
Am allermeisten Tierleid entsteht in der Nahrungsmittelherstellung, am meisten bewirkst du also indem du die Ernährung anpasst. Auch hier gibt es grosse Unterschiede bei den Tierprodukten. Einerseits in den Haltebedingungen: Schweine und Hühner sehen in der Regel ihr ganzes Leben lang kein Sonnenlicht. Dazu kommt, dass kleine Tiere weniger Schlachtgewicht erreichen, das bedeutet pro Kilogramm Fleisch müssen viel mehr Hühner leiden als beispielsweise Kühe. Aus dieser Perspektive schneidet mit Abstand am schlechtesten Hühnerfleisch ab: Für 500’000 kcal müssen 165 Tiere geschlachtet werden. Für Schweinefleisch, deren Haltungsbedingungen ebenfalls katastrophal sind, müssen für die gleiche Menge Kalorien fünf Tiere sterben, für Rindfleisch eines, für Eier hingegen wieder deutlich mehr, nämlich zwanzig. Aus dieser Perspektive ist es also sinnvoll zuallererst Hühner-, Schweinefleisch und Eier zu streichen.

Auch für die Produktion von Kleidung, Pflegeprodukten und Medikamente müssen Tiere leiden, wenn diese nicht vegan sind. Hierfür werden zwar viel weniger Tiere missbraucht als für die Herstellung von Nahrungsmitteln, dafür fällt es den meisten Menschen auch nicht schwer, auf ein veganes Shampoo zu wechseln oder einen Pullover aus Baumwolle statt Schafswolle zu kaufen. Es macht also durchaus Sinn, auch für diese Produkte nach veganen Alternativen Ausschau zu halten.
Bei Medikamenten empfehlen wir, sowohl aus medizinischer wie auch aus ethischer Sicht, so wenig wie möglich, aber so viele wie notwendig zu verwenden.

SEI NICHT ZU STRENG MIT DIR

Die Ernährung umzustellen heisst tiefsitzende, über Jahrzente trainierte Verhaltensmuster zu ändern. Das ist eine enorme Leistung und braucht Zeit. Wir finden, dass jeder Schritt zählt und auch kleine Veränderungen grosse Wirkung haben. Falls du irgendwelche Unsicherheiten verspürst oder Fragen hast, kannst du dich jederzeit an uns wenden. Wir sind für dich da! Auch können Facebookgruppen wie „Vegane Produkte Schweiz“ weiterhelfen, denn wahrscheinlich standen andere schon vor den gleichen Problemen wie du und teilen gerne ihre Erfahrung und ihr Wissen.

Für uns heisst vegan sein deswegen, so gut es geht Tierleid zu vermeiden. Es geht weder um Perfektion, noch ist es ein Wettbewerb. Wir finden es grossartig, dass dir das Thema wichtig ist und du dich informierst!

ALTERNATIVPRODUKTE

Vielen ist nicht bewusst, dass es für sehr viele Produkte bereits Alternativen gibt, die dem Original sehr nahe kommen oder sogar besser schmecken, aber ohne Tierleid hergestellt werden.

 

 

Aufschnitt

Veganer Aufschnitt ist sowohl auf Basis von Weizen als auch von Soja im Reformhaus und veganen Laden erhältlich. Gewürzzubereitung und Konsistenz können schwanken, deshalb verschiedene Produkte probieren. Empfehlenswert sind die Produkte von Wheaty und Taifun. Online und in veganen Läden sind Aufschnittalternativen von Vegusto erhältlich.

Bier

Alle Biere, die nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wurden, sind vegan. Sämtliche grossen Schweizer Produzenten halten sich an dieses Gebot, Schweizer Bier wird nicht mit Gelatine geklärt. Für internationale Biere ist folgende Liste zu empfehlen: barnivore.com.

Blätterteig

Coop, Migros und Reformhäuser bieten alle veganen Blätterteig an, auch in Bio-Qualität.

Bodylotion

In der Schweiz erwerbbar sind folgende tierversuchsfreie Produkte: Lavera Bodylotion, LUSH fresh handmade cosmetics, Alverde und einige weitere, die mit der Veganblume gekennzeichnet sind. Auch der Body Shop bietet vegane Bodylotions an, allerdings gehört die Gruppe zu L’Oréal. Eine umfangreiche Liste über Produkte ohne Tierversuche ist hier abrufbar: http://www.kosmetik-ohne-tierversuche.ch

Brezel

Die “Brezel und Laugenzöpfli ohne Belag” von der Firma Brezelkönig, der an verschiedenen Plätzen und Bahnhofen Filialen hat, sind vegan.

Brot

Viele Brote und Brötchen sind ohne Butter oder Milch hergestellt. Die Zutatenliste gibt Aufschluss (in Coop und Migros ist diese bei Brötchen durch Hochheben des Schildchens ersichtlich), ebenso das Verkaufspersonal hinter der Theke in der Bäckerei. Weiss-, Halbweiss- und Ruch- oder Schwarzbrot ohne irgendwelche Zusätze in der Bezeichnung (z.B. Dinkel Ruchbrot) sind gemäss Gesetz vegan.

Brotaufstriche

Ein Besuch beim Reformhaus, Bio- oder Veganladen lohnt sich, denn die dort ist die Auswahl sehr gross. Es finden sich exquisite Produkte von Rapunzel, Allos, Tartex oder Streich. Vegane Brotaufstriche gibt es auch im Coop und Migros, z.B. das grüne LeParfait oder auch das Betty Bossy Hummus und Guacamole. Feine Hummus-Produkte finden sich auch in Läden mit jüdischem oder arabischem Sortiment.

Butter

Anstelle von Butter kann einfach Margarine verwendet werden, die in Coop, Migros und Reformhäusern erhältlich sind. Vegan sind beispielsweise die M-Budget Margarine und die Coop Qualité & Prix Margarine. Einige Margarinesorten sind milchfrei, enthalten jedoch aus Wollfett gewonnenes Vitamin D3. Geschmacklich besonders empfehlenswert ist die Margarine von Alsan, die im Reformhaus und Bioladen erhältlich ist.
Wer auf Palmöl, welches in fast allen in der Schweiz verfügbaren Margarinen enthalten ist, verzichten möchte, verwendet am besten Öl, welches sich zum Backen und Kochen meist genau so gut eignet. Eine Alternative ist Vebugan, ein in der Schweiz hergestellter Butterersatz, der ganz ohne Palmöl auskommt. Aufs Brot kann beispielsweise Erdnussbutter oder Soyananda gestrichen werden.

Die in Schokoladen enthaltene Kakaobutter wird übrigens aus Kakaobohnen hergestellt und ist somit vegan.

Cornflakes

Die natur Cornflakes sind fast überall vegan. Auch gesüsste Varianten, wie beispielsweise Kellog’s Chocos oder Kellogg’s Choco Krispies sind vegan. Fein sind auch die Naturaplan Ahornflakes aus dem Coop.

Eier

Warum Eier besser nicht verwendet werden sollten, kannst du in unserem Text nachlesen. Eier lassen sich problemlos ersetzen. Oft reicht es, lediglich die Flüssigkeit zu kompensieren. Zum Binden nimmt man einen Esslöffel Sojamehl und zwei Esslöffel Wasser. Die angegebene Menge entspricht etwa einem Ei. Alternativ dazu lässt sich auch Eiersatzpulver, z.B. von NoEgg (erhältlich als Vollei-, Eigelb- oder Eiweissersatz) oder normales Mehl verwenden. Der typische Eiergeschmack für Salate oder Spiegeleier lässt sich mit dem schwarzen Salz Kala Namak einfach erreichen. Dieses ist in indischen Spezialläden und Veganläden erhältlich oder in Onlineshops bestellbar.

Essig

Essig wird manchmal mit Gelatine geklärt und ist somit nicht vegan.
Folgende Essigsorten sind vegan:
Alle Sorten von Rapunzel (im Reformhaus erhältlich)
Alle Eigenmarken-Essige von Coop (die Coop Naturaplan sind neuerdings zertifiziert)
Weisswein-, Rotwein- und Apfelessig von Biofarm
Ponti sowie Giacobazzi Essig von Migros

Fleisch

Schnitzel, Steaks, Geschnetzeltes – all das ist in einer veganen Variante erhältlich. Die Grossverteiler bieten u.a. leckere vegane Schnitzel an. Das grösste Angebot findet man derzeit vor allem in Reformhäusern, Veganläden, in der Hitl Metzg oder in Onlineshops. Vor allem texturiertes Soja in Form von Sojaschnetzel, Sojahack etc. bietet sich an, wenn man eine fleischähnliche Konsistenz erreichen möchte. Zum Würzen eignen sich zum Beispiel das Bio-Fleischgewürz vom Coop oder Barbeque-Gewürze.

Fondue

Fondue kann man selber herstellen, z.B. mit diesem Rezept.
Das No-Muh-Due Fertig-Fondue von Vegusto ist ebenfalls sehr beliebt (Achtung: Die Portionen sind verhältnissmässig klein berechnet!). VGS Tipp: 1/3 No Muh Melty hinzufügen!

Gesichtscreme

Zahlreiche Gesichtscreme sind vegan, beispielsweise bei Bodyshop, Lush oder von Lavera.

Guetzli

Die klassischen Prussiennes in der Migros und Coop sind vegan. Ebenso beispielsweise Karamell-Kekse von Lotus sowie Guetzli von Tradition und Gran-Cereal und MC Digestive. Empfehlenswert sind zuden die Prix-Garantie Petit-Mignons, die sich auch hervorragend für veganes Tiramisu eignen. Im Reformhaus und Veganladen sind weitere Sorten, z.B. von Sommer, erhältlich. In der Schweiz werden Guetzli von Guggenloch hergestellt, die in ihrer Rezeptur ohne Palmöl auskommen.

Glacé

In der Migros findet sich eine grosse Auswahl an veganen Glacés: Cornets, Sandwich-Glacés und grosse Kübel in den Geschmacksrichtungen Vanille und Schokolade. Etwas teurer, dafür exquisit im Geschmack, sind die Boojaabooja-Glace, die im Sommer in allen guten Reformhäusern und Veganläden gekauft werden können. Dasselbe gilt für die beliebten Glacé-Becher von “the green fairy”. Einige Sorbetsorten sind milchfrei, gleiches gilt von einigen Wasserglacés: Rakete, Winetou und Vampirglace.

Gipfeli

Vegane Gipfel gibt es im Veganladen oder Reformhaus (Vegi-Gipfel). Im Tibits und im Miyuko in Zürich sind die Vollkorn-Gipfeli vegan.

Honig

Honig ersetzen durch Agavensirup, Ahornsirup, Birnel, Apfeldicksaft, Melasse (z.B. Latwerge) oder selbstgemachten Löwenzahnhonig.

Joghurt

Sojajoghurts gibt es bei Coop und Migros, in Reformhäusern ist die Auswahl noch bedeutend grösser. In der Migros gibt es Himbeer-, Mango- oder Birchermüesli-Sojajoghurts, in einigen Teilen der Schweiz auch Mokka und Schokolade. Im Coop gibt es Himbeer-, Mango- und Schokoladenjoghurts. Die Natur-Joghurt bei Coop und Migros sind beide gesüsst, für salzige Dipps eignen sich die Provamel oder Sojade Joghurts aus dem Reformhaus oder dem Veganladen. Mit einer nussigen Note überzeugen auch die Natur-Varianten von Provamel. Neuerdings sind auch Joghurts auf Kokos-Basis erhältlich.

Kaffeerahm

Kaffeerahm lässt sich durch einen Schluck Getreidedrink oder Haferrahm (z.B. von Oatly) problemlos ersetzen. In veganen Onlineshops und Läden ist pflanzlicher Kaffeeweiser erhältlich, beispielsweise von Schlagflix oder Vantastic Foods.

Käse

Alternativen zu Streich- beziehungsweise Frischkäse gibt es von Soyana aus Schlieren. Erhältlich sind diese in Reformhäusern und Veganläden. Bei den Hartkäsesorten sind besonders die diversen Varianten des No-Muh-Käses von Vegusto oder Wilmersburger zu empfehlen. Wilmersburger in Scheiben ist auch in grösseren Coopfilialen bei den Karmaprodukten zu finden.

Kondome

Viele Kondome enthalten Kasein und/oder wurden an Tieren getestet. Glyde Kondome tragen die Veganblume, wurden nicht an Tieren getestet und enthalten kein Kasein. Erhältlich in veganen online- und offline-Shops. Bei der Migros sind Casano und bei Coop die PrixGarantie Kondome vegan.

Lippenbalsam

Die Produkte von Hurraw sind vegan, bio, fairtrade und roh. Auch bei Lush sind diverse vegane Lippenbalsam-Sorten erhältlich.

Mayonnaise

Mayonnaise ohne Ei gibt es im Coop (Mayonnaise free from) und im Migros (Aha! Bio Veganaise). Daneben gibt es in Fachgeschäften allerlei Mayo-Varianten. Vegane Mayonnaise lässt sich mit diesem Rezept aber auch ganz einfach selber machen.

Milch

Es gibt eine riesige Palette an leckeren Milchalternativen. Haferdrink, Mandeldrink, Reisdrink und Sojadrink sind bei Coop und Migros erhältlich, im Reformhaus und Bioladen gibt es noch weitere Sorten wie beispielsweise Dinkeldrink, Kokosdrink oder 7-Korndrink. Getreide- und Reisdrinks schmecken süsslich. Besonders bei der Sojamilch gibt es grosse Geschmacksunterschiede. Den meisten schmeckt die Provamel/Alpro.

Müsli

Vegane Müslisorten gibt es überall. Im Alnatura und Bioläden/Veganläden sind auch Knuspermüsli erhältlich. Statt Milch einfach Sojamilch verwenden. Wer’s lieber süsser mag, kann statt Sojamilch auch Haferdrink, Reisdrink, Mandeldrink oder weitere Sorten verwenden. Auch Sojajoghurt bietet sich an.

Nutella

Von Chocoreale gibt es Schokoladenaufstriche in vielen Geschmacksrichtungen. In der Migros gibt es Chocolat Noir Premium Aufstrich, im Coop seit Anfang 2016 Bionella mit einem feinen nussigen Geschmack. Die Lotus Karamell Guezli gibt es auch in zwei verschiedenen veganen Aufstrichvarianten.

Ovomaltine

Ovomaltine ist nicht vegan. Caotina surfin und schwarz hingegen schon! Der Dinkeldrink «Chocomalt» von Soyana kommt wegen des hohen Anteils von Malz nahe an den Geschmack der Ovomaltine. Daneben gibt es von Naturata «Chocolino», ein Getränkepulver mit dem typischen Malzgeschmack.

Pasta

Teigwaren werden häufig nur aus Hartweizengriess (semola die grano duro) hergestellt. Bei Coop und Migros sind die eifreien Nudeln in einer blauen Verpackung. Ausserdem sind so gut wie alle Barilla-Teigwaren vegan (Ausnahme: gelbe Verpackung). Die meisten Spaghetti und auch sonst viele Pasta Sorten sind vegan und im Supermarkt in Bio-Qualität erhältlich. Daneben gibt es Pasta auf Basis von Hülsenfrüchten, die ebenfalls vegan ist.

Parfait

Der unverwechselbare Parfaitgeruch ist so unverwechselbar gar nicht, denn viele vegane Brotaufstriche schmecken mindestens genauso gut. Der definierende Geschmack kommt nämlich nicht vom Fleisch, sondern von der Hefe. Solche Brotaufstriche sind inzwischen überall erhältlich.

Parmesan

Als Alternative zum Parmesan über die Pasta gibt es diverse Produkte, so beispielsweise einige No-Muh-Chäs-Sorten, welche sich über entsprechende Gerichte raffeln lassen. Wilmersburger Pizzaschmelz ist bereits geraffelt. Auch Edelhefeflocken eignen sich als gesunde und würzige Ergänzung zum darüberstiegen (Empfehlung: zusammen mit Cashewnüssen fein mahlen). In Veganläden finden sich mittlerweile einige Produkte, die in Sachen Geschmack und Konsistenz Parmesan sehr nahe kommen.

Pizza

Das italienische Originalrezept kommt ohne Eier und Milch im Teig aus (kurz nachfragen), so dass einfach der Mozzarella weggelassen werden kann. Am besten schmeckt eine Pizza aber natürlich immer noch selbst gemacht: Die meisten Pizzateige von Coop und Migros sind vegan, als Alternative zum Mozzarella empfehlen sich zum Beispiel Käsealternativen wie Noh-Muh-Chäs Melty, Wilmersburger Pizzaschmelz oder Hefeschmelz.

Poulet

Bei Coop und in einigen Reformhäusern gibt es feine vegane Nuggets. In Onlineshops und Veganläden sind sogar vegane Poulet-Schenkel mit Plastik- oder Bambusknochen verfügbar.

Praliné

Die italienische Spezialität Tartuffi, bei Coop, Globus oder beim Italiener erhältlich, sind in den meisten Fällen vegan. Ebenso Mon Cherie. Kroatischen Pralinen Bajadera bei Coop sind vegan. Ebenso die Bio Kirschstängeli und die Cocktailbar im Coop sowie die Frey Selection in der Migros.

Quark

Soyananda bietet eine quarkähnliche Sauerrahmalternative an. Für eine quarkähnlichere Konsistenz kann Soja-Jogurt mit Soyananda Sauerrahm gemischt werden. Neu im Sortiment ist die Quarkalternative von Provamel, erhältlich in Bioläden und Veganläden.

Raclette

Die No-Muh Sauce von Vegusto oder auch das No-Muh-Due eignen sich ideal als Raclette-Alternative. Heiss machen und direkt über die Kartoffeln geben. Wem das Ganze zu flüssig ist, der kann die Saucen mit zerriebenem No Muh Melty mischen.

Rahm

Es gibt viele vegane Rahmalternativen, meist auf der Basis von Soja, Hafer, Dinkel oder Reis. Dabei wird zwischen Kochsahne und Schlagsahne unterschieden. Fürs Kochen empfiehlt sich beispielsweise Provamel Soja Cuisine, welche geschmacklich überzeugen kann. Zum Aufschlagen eignet sich beispielsweise die Sojaline von der Migros, die allerdings viel konventionell produziertes Palmöl enthält. Weniger problematisch ist die im Reformhaus erhältliche Soyatoo oder die aufschlagbare Sojasahne von Natumi. Ein gutes Resultat beim Aufschlagen wird durch Hinzugabe von Sahnesteif/Rahmhalter, z.B. von Biovegan, erzielt. Von Soyana sind im Kühlregal einiger Reformhäuser pflanzliche Schlagcremes auf der Basis von Soja respektive Mandeln erhältlich.

Rasierschaum

Gibts z.B. von Speick oder Lavera. Erhältlich im Reformhaus oder in grösseren Warenhäusern mit Naturkosmetik-Abteilung.

Rührei

Rührei lässt sich prima veganisieren wie dieses tolle youtube-Video beweist.

Tipp: schwarzes Salz (Kala Namak) erhältlich in indischen Spezialitätengeschäften oder vegan-Fachhandel.

Säfte

Obstsäfte können mit Gelatine geklärt sein und sind somit oft nicht vegan.

  • Von der Mosterei Möhl sind alle Apfelsäfte vegan (Bio-Shorle, Bio-Süssmost, Steinkrügler, Saft vom Fass trüb, Saft vom Fass trüb, alkoholfrei, Shorley )
  • Folgende Säfte von Coop sind laut KonsumentInnendienst (August 2012) vegan:
  1. Orangensaft, Bio und konventionell
  2. Traubensaft, konventionell
  3. Grapefruitsaft, Bio und konventionell
  4. Ananassaft, konventionell
  • Folgende Säfte von Migros sind laut KonsumentInnendienst (August 2012) vegan:
  1. Bio Biotta Säfte (exkl. Säfte mit Molke und Traubensaft)
  2. Sarasay Fruchtsäfe (exkl. Sarasay Exotic Islands)
  3. Bio Apfelsaft 1.5L
  4. Bio Apfelschorle 0.5L
  5. Traubensaft rot 1L

Schminke

Infos über Kosmetik ohne Tierversuche.

Schoggimousse

Gibt es von Soyana im Reformhaus. In der Migros gibt es Schoggi/Vanille Pudding im Kühlregal aus Soja. Schoggimousse ist allerdings sehr leicht selber zu machen, indem man flüssige Schokolade mit Seidentofu und Vanillezucker (und Rum) im Mixer vermischt und dann mindestens 5 Stunden kalt stellt.

Schokolade

Schokolade ist oft vegan, besonders wenn es sich um dunkle Schokolade handelt. Wie Milchschokolade schmeckt die Free From “Concacao” von Coop. Viele VeganerInnen lieben die “Nirwana Noir”-Tafel-Schokolade mit Nussfüllung von Rapunzel oder auch die schwarzen Schokoladenstängeli von Claro /Steinbeck (erhältlich in fast jedem Reformhaus). Vegane Fachgeschäfte bieten eine grosse Auswahl veganer Schoko-Süssigkeiten, sogar weisse Schokolade ist heute kein Problem mehr.

Schuhe

Die Veganläden “Gingi” in Basel und der “littl’ shop of ethics” in Winterthur haben vegane Schuhe im Sortiment.

Viele herkömmliche Schuhläden führen auch lederfreie Schuhe. Insbesondere bei Sportschuhen ist das Angebot relativ gross.

Ansonsten bieten sich Onlineshops an. In die Schweiz hat das grösste Sortiment der vegane Schuh-Onlineshop avesu.
Weitere Möglichkeiten sind vegishoes, die auf ricardo.ch bestellt werden können oder direkt hier, und aestethical.

Grösser ist die Auswahl beim klassischen Vegan-Schuh-Anbieter Vegetarian Shoes.
Schicke Schuhe gibt es zum Beispiel bei Bourgeois Bohème..
Ebenfalls eine recht grosse Auswahl findet sich bei Ethical Wares.
Und für die Kleinen gibt es hier vegane Krabbelschuhe.

Seide

Alternativen: Viskose, Polyester, Bananenseide

Senf

Alle Senfsorten, die mit Brantweinessig hergestellt wurden, sind vegan. Hingegen sind Senfsorten mit Apfelessig nicht vegan.

Shampoo

Lush verkauft viele vegane Shampoos und deklariert diese auch entsprechend mit der vegan Blume. Lavera und Urtekram, beides in Reformhäusern erhältlich, haben auch einige vegan gekennzeichnete im Angebot.

Tempeh

Ein Produkt aus fermentierten Sojabohnen. Schmeckt hervorragend in dünnen Scheiben scharf angebraten.

Tiramisù

Gibt es im Restaurant Samses in veganer Form. Es heisst dort “Veganisù”.

Waschmittel

Putz- und Waschmittel gibt es z.B. von der Firma Sonette. Die veganen Produkte sind mit der “Veganblume” gekennzeichnet. Ebenfalls vegan und sehr ökologisch sind die Produkte von Unisapon aus Österreich. Ebenfalls vegan sind die Produkte von Held/Ecover.

Wein

Bei der Klärung von Wein wird häufig Gelatine oder andere tierliche Stoffe eingesetzt. Diese sind zwar nicht im Wein vorhanden aber werden trotzdem für die Herstellung benötigt. Weitere Informationen im Blog-Artikel zum Thema Wein. Inzwischen deklarieren auch Bio-Anbieter vermehrt ihr Angebot an veganen Weinen. Ein aktuelle Liste gibt es auf Facebook dazu.

Wolle

Als Alternative zu Wolle kann Acryl oder Polyester verwendet werden das warm ist, oder sonst Baumwolle, Bananenseide oder Bambuswolle. Es gibt keinen rein veganen Wolle Shop in der Schweiz und aus Deutschland wird es nicht in die Schweiz geliefert.

Wurst

Tofuwürste und Würste auf Weizenbasis sind in jedem Reformhaus und im veganen Fachgeschäft erhältlich. Im allgemeinen gilt: Seitan-Würste (aus Weizengluten) haben mehr Textur und geben mehr zu kauen als die zarten Sojawürste. Tipp: Die Würste gleichmässig mit Öl einpinseln, dann werden sie fein knusprig.

Xylit

Auch bekannt als Birkenzucker. Zahnfreundliche und kalorienarme Alternative zu Zucker oder anderen Süssstoffen. In online-Shops und vegan-Fachgeschäften erhältlich.

Yogurth

Siehe “Jogurth”[h]

Zahnpasta

Einige Zahnpasten von Sante und Lavera sind vegan gekennzeichnet und damit frei von Tierversuchen und tierischen Inhaltsstoffen. Zwei Sorten Zahnpasta von Sante sind mit Vitamin B12 angereichert, welches beim täglichen Zähneputzen bequem durch die Mundschleimhäute aufgenommen werden kann. Erhältlich sind diese Zahnpasten im Bioladen, Alnatura und grösseren Coop-Filialen (insbesondere Kosmetikabteilung von Coop City).

Zopf

Zopf lässt sich einfach selbst zubereiten. Der Vegi-Zopf im Bio-Laden von der Jakober Bäckerei ist ebenfalls vegan. Auch bei Eva’s Apples und einigen Holzofenbäckereien kann man Zopf bekommen, ebenso in den Alnatura-Filialen.

Zürigschnetzeltes

Mit Seitan, Tofu oder nur Pilzen lässt sich dieses Gericht wunderbar nachkochen. Den Sojarahm dabei nicht vergessen!