LIFE­STYLE

Immer mehr Men­schen strei­chen tie­ri­sche Pro­duk­te von ihrem Tel­ler oder redu­zie­ren die­se bewusst. Dafür gibt es ver­schie­de­ne Grün­de. Wer jedoch über sei­nen Tel­ler­rand hin­aus­schaut, wird schnell fest­stel­len, dass Tie­re für noch viel mehr aus­ge­nutzt wer­den als für Lebens­mit­tel. Beson­ders in der Kos­me­tik- und der Mode­bran­che wer­den eben­falls tie­ri­sche Bestand­tei­le ver­wen­det. Dabei wäre das gar nicht nötig.

Als ers­tes vor­weg: Wir emp­feh­len, zuerst die Schrit­te zu gehen, die für jede*n Einzelne*n ein­fach (und des­halb nach­hal­tig) rea­lis­tisch sind. Für die einen heisst das, dass sie weni­ger tie­ri­sche Pro­duk­te essen, für ande­re, dass sie auch bei Klei­dung dar­auf ach­ten, dass kei­ne Tie­re genutzt wur­den. Wer nicht nur vegan essen, son­dern mög­lichst einen vega­nen Lebens­stil pfle­gen möch­te, dem haben wir hier ein paar Infor­ma­tio­nen und gene­rel­le Tipps zu ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­chen zusam­men­ge­stellt.

FASHION

Zum Glück arbei­ten inno­va­ti­ve Unter­neh­men heu­te an diver­sen nach­hal­ti­gen Alter­na­ti­ven zu Leder, Wol­le und Sei­de. Die­se wer­den aus Gemü­se-, Früch­te- und ande­ren Pflan­zen­fa­sern her­ge­stellt. Die neu­en Mate­ria­li­en haben unter­schied­li­che Eigen­schaf­ten und eig­nen sich des­halb für ver­schie­de­ne Pro­duk­te unter­schied­lich gut. Zur­zeit sind vie­le Designer*innen und Unter­neh­men dabei, dies aus­zu­tes­ten.

Für Klei­dung sind neben dem Klas­si­ker aus Baum­wol­le oder Lei­nen auch Bam­bus, Ten­cel (eine aus natür­li­chen Roh­stof­fen indus­tri­ell her­ge­stell­te Faser, die bio­lo­gisch abbau­bar ist) oder Hanf­fa­sern sehr gut geeig­net. Ein Blick auf das Eti­kett lohnt sich.

Auch bei den Acces­soires gibt es ver­schie­de­ne Alter­na­ti­ven. Bereits heu­te sind Schu­he, Geld­bör­sen und Taschen aus Kunst­le­der, Stoff, Kork oder noch aus­ge­fal­le­ne­ren Mate­ria­li­en wie Pina­tex (Ana­nas­blät­ter) oder Apfel­res­ten erhält­lich.

KOS­ME­TIK

Oft wer­den in Kos­me­tik­pro­duk­ten Schlacht­ab­fäl­le ver­wen­det. Nötig sind sie kei­nes­wegs, sie sind oft ein­fach bil­li­ger als pflanz­li­che Alter­na­ti­ven. Zwar müs­sen alle Inhalts­stof­fe bei Pro­duk­ten ange­ge­ben wer­den. Meis­tens wer­den jedoch Fach­be­grif­fe ver­wen­det, wel­che für die meis­ten Konsument*innen nicht ver­ständ­lich sind. So ver­steckt sich zum Bei­spiel hin­ter Amnio­tic Flu­id das Pla­zen­ta­was­ser von getö­te­ten träch­ti­gen Tie­ren. Wer Kos­me­tik­pro­duk­te ohne tie­ri­sche Zusatz­stof­fe kau­fen und nut­zen möch­te, ach­tet am bes­ten auf ein ent­spre­chen­des Label auf dem Pro­dukt.

REI­SEN

Inzwi­schen wird es auch auf Rei­sen immer ein­fa­cher, sich vegan zu ernäh­ren. So haben sich zum Bei­spiel Ubud in Bali, Tel Aviv in Isra­el oder Los Ange­les in den USA als regel­rech­te Vegan-Mek­kas eta­bliert. So weit zu rei­sen ist aber eigent­lich gar nicht nötig. Denn vie­le euro­päi­sche Städ­te lie­fern sich einen regel­rech­ten Wett­streit, wenn es dar­um geht, das bes­te vega­ne Ange­bot zu bie­ten. Brigh­ton, Lon­don, Ber­lin, Wien oder Ams­ter­dam sind da ganz weit vor­ne mit dabei.

Wer sich sel­ber ver­pfle­gen möch­te, kann je nach Ort das Zelt mit­brin­gen, im Cam­per über­nach­ten oder ein Apart­ment mie­ten. Tou­ris­ti­sche Städ­te haben rund um die Welt in grös­se­ren Super­märk­ten inzwi­schen oft Pflan­zen­drinks im Ange­bot – sogar in Latein­ame­ri­ka.

In vie­len Hotels bekommt man heu­te etwas Vega­nes. Am bes­ten vor­ab anfra­gen. Wer lie­ber direkt in ein kom­plett vege­ta­ri­sches / vega­nes Hotel möch­te, fin­det auf der Web­sei­te Veg­gie Hotels zahl­rei­che Unter­künf­te oder kann sich in der Face­book-Grup­pe Vegan Rei­sen Tipps holen. Aus der Schweiz ein­fach und schnell erreich­bar gibt es zum Bei­spiel in Kreuz­lin­gen das Hotel Swiss oder in Süd­ti­rol das La Vimea.

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