Für die Umwelt

Eine vega­ne Lebens­wei­se schont die Umwelt, denn die vega­nen Nah­rungs­mit­tel lan­den ohne Umweg über das Tier auf dem Tel­ler. Rie­si­ge Mono­kul­tu­ren für den Fut­ter­mit­tel­an­bau ver­schlin­gen enor­me Men­gen an Res­sour­cen wie Was­ser und Land. Sen­si­ble Öko­sys­te­me wer­den zer­stört und ver­schmutzt, Regen­wald wird abge­holzt zu Guns­ten von Wei­de- und Fut­ter­an­bau­flä­chen. Was­ser, Land, Luft und Kli­ma wer­den durch Schad­stof­fe und ande­re Neben­pro­duk­te aus der Nutz­tier­hal­tung belas­tet. Die vega­ne Lebens­wei­se trägt mass­geb­lich dazu bei, die­se Pro­ble­me zu redu­zie­ren.

LUFT

Die Wahl dei­nes Essens hat gewal­ti­gen Ein­fluss auf die Umwelt. Gemäss der Agrar­or­ga­ni­sa­ti­on der UNO ver­ur­sacht die Nutztier­haltung mehr Treib­haus­ga­se als der glo­ba­le Ver­kehr – also alle Autos, LKWs, Schif­fe und Flug­zeu­ge zusam­men. Dies liegt einer­seits dar­an, dass Nutz­tie­re enor­me Men­gen an Fut­ter­mit­teln ver­schlin­gen. Aus­ser­dem wird in den Mägen von Wie­der­käu­ern Methan pro­du­ziert wird, das 23-mal so kli­ma­wirk­sam ist wie CO2. Somit hat nicht nur Fleisch eine schlech­te Kli­ma­bi­lanz, son­dern auch Käse, But­ter und Eier. Für eine Per­son in der Schweiz macht die Ernäh­rung den zweit­gröss­ten Pos­ten bei der Umwelt­be­las­tung aus.

Für eine Per­son in der Schweiz macht die Ernäh­rung den zweit­gröss­ten Pos­ten bei der Umwelt­be­las­tung aus.

LAND

Der Platz auf unse­rem Pla­ne­ten ist begrenzt. Mit einer pflanz­li­chen Ernäh­rung könn­ten wir einen gros­sen Teil der Agrar­flä­che ein­spa­ren. Nicht, weil die Tie­re selbst so viel Platz bean­spru­chen (für ein Schwein rei­chen laut Schwei­zer Tier­schutz­ge­setz 0.9 m2), son­dern weil das Fut­ter für die Tie­re so viel Anbau­flä­che ver­braucht. Dies ist vie­len von uns aber nicht bewusst, weil der gröss­te Teil davon im Aus­land ange­baut wird.

Jedes Jahr wer­den für den Soja­an­bau zum Bei­spiel in Bra­si­li­en gigan­ti­sche Flä­chen Regen­wald gero­det. Der Löwen­an­teil der Ern­te, 75%, wird anschlies­send zu Tier­fut­ter ver­ar­bei­tet. So impor­tiert die Schweiz jedes Jahr über 300 000 Ton­nen Soja als Fut­ter­mit­tel für Hüh­ner, Schwei­ne und Kühe. Der Anteil der Soja­ern­te, der für Pro­duk­te wie Tofu oder Soja­milch ver­wen­det wird, ist dane­ben ver­schwin­dend klein. Zudem stammt das Soja für den direk­ten mensch­li­chen Ver­zehr in der Regel aus Bio­pro­duk­ti­on und aus euro­päi­schem Anbau.

Die Zer­stö­rung des Regen­walds bedeu­tet neben einem Ver­lust an Arten­viel­falt und der Ver­drän­gung von indi­ge­nen Völ­kern einen enor­men Scha­den für unser Kli­ma: Denn ein gesun­der Regen­wald ist einer der effek­tivs­ten CO2­-Sen­ker, die es gibt. Die vie­len Pflan­zen und spe­zi­ell die Boden­ve­ge­ta­ti­on spei­chern das in der Luft vor­han­de­ne CO2 und redu­zie­ren so die Kon­zen­tra­ti­on in der Atmo­sphä­re. Wer­den sie gero­det, ent­wei­chen genau die­se Men­gen an CO2 wie­der durch das Ver­bren­nen und wir­ken als Treib­haus­ga­se.

WAS­SER

In gros­sen Tei­len der Erde ist Trink­was­ser bereits eine knap­pe Res­sour­ce – und wir tra­gen eine Mit­schuld. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, wie lan­ge du duschst oder wie oft du badest, denn die­ses Was­ser stammt aus der Regi­on und bei uns hat es genug. Es wird aber auch Was­ser für dich ver­braucht, ohne dass du es merkst: für ein Kilo Rind­fleisch zum Bei­spiel über 400 Liter Trink­was­ser. Nicht weil das Rind so viel trinkt. 98 % ver­schlingt der Anbau des Fut­ters. Und da wir jedes Jahr Fut­ter­mit­tel aus dem Welt­sü­den impor­tie­ren, machen wir dort das Trink­was­ser noch knap­per, wo es ohne­hin schon zu wenig gibt. Auch mit Schwei­zer Fleisch.

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