Bericht vom veganen Eltern-Kinder-Treffen

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Umrahmt von farbigen Kinderhänden fand in Bern am 8. Januar 2012 das erste Treffen von veganen Eltern und solchen die es werden wollen mit Kindern statt. Sarah-Jane Conrad betonte in ihrer Begrüssung, wie wichtig die Werte sind, die Eltern ihren Kindern vermitteln. Insbesondere natürlich der Wert, Tiere nicht einfach über ihren Nutzen zu definieren. Familien sind ein Ort der Begegnung und sie bieten reiche Austauschmöglichkeiten.  Diese schaffen auch immer die Möglichkeit, Vorurteile gegenüber der veganen Lebensweise abzubauen. Beispielsweise auf dem Spielplatz oder beim Besuch beim Arzt.

Am Anlass wurde die Gelegenheit geboten, Fragen rund um Ernährung und anderen Aspekten der veganen Lebensweise zu stellen, die sich mit heranwachsenden Kindern ergeben. Von Interesse waren insbesondere die Themen Ernährung und Nahrungsergänzung. Wie supplementiere ich B12 am Besten und nehmen Kleinkinder das Omega3-Fettsäure aus dem Leinöl optimal auf?

Der Ernährungsexperte Diego Santini von der Veganen Gesellschaft Schweiz empfahl, das Blutbild regelmässig testen zu lassen. Nicht zu letzt, weil eventuelle Unsicherheiten damit einfach ausgeräumt werden können. Wirklich aussagekräftig für eine Bestimmung des B12-Status sind die Resultate, wenn nebst dem B12 im Blut auch Holotranscobalamin (HTC) oder alternativ Homocystein bestimmt werden. Diese Werte informieren gemeinsam mit den anderen über den Gesundheitszustand von Kindern und Erwachsenen.

Generell wird empfohlen, Vitamin D im ersten Jahr nach der Geburt zu ergänzen, so auch vegan lebenden Babys. Auch danach lohnt es sich, dieses Vitamin während den Wintermonaten zuzuführen. Die Sonneeinstrahlung ist in den Wintermonaten in der Schweiz zu schwach und das Risiko eines Mangels in allen Bevölkerungsgruppen sehr hoch. Auch wurde darauf hingewiesen, dass gegenwärtig unklar ist, ob Leinöl als Quelle für Omega3-Fettsäure bei Kleinkindern überhaupt taugt. Pflanzliche Öle enthalten kein DHA (Docosahexaenoic Acid) oder EPA (Eicosapentaenoic Acid). In diese Bestandteile muss die Fettsäure umgewandelt werden, um für den menschlichen Körper verwertbar zu sein. Da diese Umwandlung bei Kleinkindern noch nicht genügend funktioniert, können Algenölkapseln die wertvollen Fettsäuren liefern.

Natürlich konnten die Eltern ihre Erfahrungen einbringen und voneinander profitieren. Ist der Bluttest eine unangenehme Erfahrung für das Kind? Sag ich es meinem Arzt oder meiner Ärtzin, dass ich mein Kind vegan ernähre? Wie reagiert das Umfeld oder die Kita auf das Kind? Was mache ich mit dem Bauernhofpuzzle? Während diese und andere Fragen in der Diskussionsrunde oder zwischen Kuchen, Obst und Tee aufgegriffen wurden, vergnügten sich ein Teil der Kinder beim Malen und Obstgartenspielen.

Mit jedem Kindsalter stellen sich neue Fragen. Gemeinsam mit der Facebookgruppe Vegane Eltern Schweiz von Vanessa Caminada möchte die Vegane Gesellschaft regelmässig Treffen organisieren. Interessierte Eltern können sich entweder über Facebook oder vegan.ch über diese Anlässe informieren.

Wir danken TIF und SVV für das zur Verfügung gestellte Infomaterial.

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