Basler Studierende überzeugen den Studierendenrat von einer fleischfreien Mensa!

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Gestern forderte eine Gruppe vegetarischer und veganer Studierender der Uni Basel vor dem Studierendenrat die grundlegende Umgestaltung des Angebots an den Basler Uni Mensen – mit Erfolg! vgl. Pressemitteilung der InitiantInnen, jene der SKUBA und das Medienecho dazu.

Jens Hermes, einer der HauptinitiantInnen der fleischfreien Mensa, im Vorfeld:

“Wir stellen diesen Antrag, weil er überfällig ist. Die Gesellschaft versteht langsam, dass der Konsum von Fleisch eine Verschwendung von Nahrung, Wasser und Energie ist und dass wir mit einer vegetarischen Mensa die Umwelt und vor allem Hunderttausende von empfindungsfähigen Tieren schützen können. Mit den aktuellen Umwelt-, Nahrungs- und Wasserproblemen auf unser Erde kann der Konsum von Fleisch einfach keine Privatangelegenheit mehr sein. Gerade von einer universitären Einrichtung erwarten wir eine selbstkritischere Position. Nach dem Vorbild der freien Uni Berlin wollen wir die erste vegetarische Mensa der Schweiz lancieren und damit ein Vorbild darstellen.”

Nach gut zwei Stunden Diskussion stimmte die Mehrheit der Mitglieder im Studierendenrat dafür, den Antrag anzunehmen. Die Mitglieder des Studierendenrats begründeten ihren Entscheid damit, dass die Studierenden der Uni Basel, nach Präsentation der ausführlichen und wissenschaftlich fundierten Argumente, auch für den Antrag gestimmt hätten.

Die Mensa wird nun nicht automatisch fleischfrei. Der Studierendenrat stellt derzeit 2 von 7 Plätzen in der Verpflegungskommission, welche sich allerdings ohnehin bereits stark mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Die Vertretung der Studierenden ist nun dazu angehalten, den Wunsch des Studierendenrats einzubringen und umzusetzen. Nebst dem vegetarischen Angebot soll es täglich mindestens ein veganes Menu geben. Des Weiteren soll das Salatbuffet vergünstigt werden.

Vor zwei Jahren gab es bereits einen ähnlichen Antrag in Zürich. Dieser wurde nur knapp abgelehnt – dafür die Einführung eines täglichen veganen Menus angenommen. Auch hier ist die Umsetzung noch hängig.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Schweizer Hochschullandschaft in den nächsten Jahren in der Tiere-Essen-Frage positioniert und ob sie ihrer Vorbildfunktion innerhalb der Gesellschaft gerecht wird und umlenkt. Bislang gab man sich von offizieller Seite her sehr pragmatisch und verweist auf individuelle Wahlfreiheiten der Studierenden. Doch angesichts der Fülle an negativen Auswirkungen muss die Frage erlaubt sein: Ist es wirklich noch Privatsache, was wir essen?

Wir freuen uns über den Entscheid in Basel und gratulieren den InitiantInnen – Frank Imhof, Meret Rehmann, Jens Hermes – und allen, die mitgeholfen haben, zu diesem Zwischenerfolg!

Die VGS ist gegenwärtig dabei, ein Netz aufzubauen, um künftig Grossgastronomien kompetente Umstiegshilfe anbieten und vermitteln zu können. Bist du Profi und möchtest die Sache unterstützen? Melde dich bei uns: info@vegan.ch

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