Aktuelle vegane Medienwelle

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veganerkommenIm Moment scheint es, man könne eine beliebige Zeitung öffnen und eine vegane Schlagzeile lächelt einem entgegen. Der Boom erinnert an die Wochen im 2011, kurz nach der Gründung der VGS, sowie 2012, als die Debatte rund um die Vegi Mensa Diskussion in Basel los ging.

Schaut man sich die Artikel genauer an, fällt auf, dass insbesondere die Fachpresse inzwischen sehr positiv berichtet. Bereits vor einigen Wochen erschienen gleich mehrere gute Berichte bei GastroFacts, Hotelrevue und Migrosmagazin und nun auch bei Coop sowie im Fachmagazin “Hotelerie et Gastronomie”.

Blick am Abend und 20min berichten über das wachsende vegane Angebot bei vegetarischen Traditions-Restaurants wie Hiltl und Tibits, sowie über Veganz, den veganen Supermarkt aus Deutschland, den es nun vielleicht tatsächlich bald auch in der Schweiz geben wird – während Captain Plant am Wochenende an der Streetparade vegane Burger an die Masse bringt.

veganzKulinarisch scheint vegan angekommen zu sein; die Branche weiss um die Nachfrage und bereitet sich vor. Wirtschaftlich verlässt vegan das Nischendasein und vor allem versteckt sich vegan zunehmend weniger; es wird offen deklariert und vermehrt auch positiv wahrgenommen. Vegan wird zum Qualitätsmerkmal.

Und auch inhaltlich scheint man heute – im Vergleich zu vor zwei Jahren – doch immerhin zu wissen, was vegan ist und warum sich eine zunehmende Zahl an Menschen für diese Lebensweise entscheidet, auch wenn es immer noch Verzicht genannt wird.

Der Beitrag von SRF À point ist dann auch bis rund zur Hälfte sachlich und korrekt. Doch dann biegt der Journalist auf einmal ab und gibt seine speziesistische und karnivore Ideologie zum Besten. Vegane seien ja doch irgendwie narzistisch und er habe also schon Mühe, wenn Vegane ihren Nachwuchs ebenfalls vegan “(zwangs-)ernährten”.

neindankeAuch das vermeintliche Fachwissen hat sich in den letzten zwei Jahren kaum merklich verbessert. Wer sucht findet auch heute noch ErnährungsexpertInnen, die gegen vegan wettern und mit unsachlichen Argumenten um sich werfen. Uwe Pollmers Polemik im aktuellsten Artikel von SRF, “Tiere? Nein Danke! – Veganer erobern die Schweiz” hinterlassen einen faden Beigeschmack und es beginnt zu brodeln, im veganen Magen.

 „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“ (Max. Planck)

Die deutschen Medien sind uns diesbezüglich einige Jahre voraus, vegan wird dort inzwischen sehr viel sachlicher diskutiert und es kommen ExpertInnen zu Wort, die sich ernsthaft mit der Materie befasst haben:

Auch wir von der Veganen Gesellschaft Schweiz setzen auf eine sachliche Auseinandersetzung und Information im Gesundheitsbereich, unsere Nährstoffportraits im Menupunkt “Vegan Leben” entsprechen den aktuellen, gesicherten wissenschaftlichen Daten. Inzwischen gibt es auch ein breites Angebot an konkreter Unterstützung im Alltag für die Umsetzung einer erfolgreichen veganen Ernährung, um allfällige Unsicherheiten oder Stolpersteine gleich von Beginn weg zu beseitigen.

Allgemein setzen wir vermehrt auf die junge Generation: Unsere Projekt-PartnerInnen von chinderchuchi bieten ab Herbst wieder Kurse für Kids an, die VGS selber wird an Euforia in Zürich und Basel vertreten sein und unser Gesundheitsteam ist fleissig dran, wissenschaftliche Erkenntnisse bekannter zu machen; im Wallis wird im dazu Herbst ein erster Vortrag von Valentin Salzgeber stattfinden. Infos folgen.

omnomnomBei den unterschiedlichen Outreach-Aktionen, die wir initiieren oder unterstützen – sei es flyern, Grill oder Infostände – es bewegt sich was. Immer mehr Menschen interessieren sich und wollen etwas ändern. Die Uwe Pollmers unserer Gesellschaft werden über kurz oder lang aussterben, denn wie Rafi Neuburger so treffend sagte:

“Vegan ist hier, um zu bleiben.”

… und um zu wachsen. Angesichts nach wie vor steigender Zahlen beim Fleischkonsum ist unser aller Engagement gefragt. Und wir sind froh und dankbar, dass es inzwischen so viele motivierte Personen und Gruppen gibt, die ziehen und bewegen. Alle in dem Bereich, in dem sie besonders stark sind – als Bewegung ist die vegane Idee aus unserer Sicht nicht mehr zu stoppen, denn eigentlich haben wir ihr als Gesellschaft längst alle bereits zugestimmt: Unnötiges Tierleid soll verhindert werden.

 

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