gourmesse 2016 – ein Erlebnisbericht

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Ein Erlebnisbericht von Gabriel Gee-Jay Jenny (mit Videoclip)

Die Messe für Geniesser, auch bekannt unter dem Namen «Gourmesse», wurde dieses Jahr zum 22. Mal ausgetragen. Mit 11’425 Besuchern gab es gar einen neuen Rekord: die Vorjahresmarke von 11’250 wurde getoppt. Das Kongresshaus Zürich in unmittelbarer Nähe zum See, bietet den zahlreichen Ausstellenden Raum und Publikum, um Ihre Produkte gebührend in Szene zu setzen und vorzustellen. Zum zweiten Mal kamen die kulinarisch interessierten BesucherInnen in den Genuss der veganen Sonderschau. Wie schon 2015 wurde diese auch heuer wieder von der Veganen Gesellschaft Schweiz unterstützt.Ich mache mich am Montag, dem letzten Messetag, auf den Weg von Basel nach Zürich und erreiche noch vor Türöffnung das Kongresshaus. Es hat sich schon eine Traube von Besuchern vor dem Haupteingang versammelt. Je näher der Stundenzeiger gegen die 11 geht, desto mehr Standbetreiber und Helfer passieren den Türsteher. Wenige Minuten später lässt er auch die wartenden Besucher eintreten, Eintrittsgutscheine werden in blaue Papier-Armbänder umgetauscht.Als ich im Parterre nach der Garderobe den ersten Raum betrete, treffe ich als erstes Ivo an, der an einem kleinen VGS-Stand Flyer und Schokolade an das einströmende Publikum verteilt. Schokolade als Lockmittel – klappt immer!
Ich mache mich auf den Weg, um mir einen Überblick zu verschaffen. Die Messe ist verteilt auf drei Stockwerken: im erhöhten Eingangsbereich, im Parterre und im ersten Stock, wo sich eine Show-Küche befindet. Ich frage mich, wie oft Kunden nach veganen Produkten verlangen, beziehungsweise, ob es einen merkbaren Anstieg der Nachfrage gegeben hat bei den Standbetreibern.

Fotos: Gabriel Gee-Jay Jenny

Meinen ersten Stopp mache ich bei Thomas Russel, Inhaber des «Vom Fass» in Zürich. Die Franchise-Kette wurde 1994 in Deutschland gegründet, lange bevor #zerowaste oder Nachhaltigkeit ein Thema in der breiteren Öffentlichkeit war. Falls jemandem das Konzept noch nicht bekannt ist: bei «Vom Fass» bringt man seine eigene Öl- oder Essigflasche, und füllt diese im Geschäft direkt vom Fass (wieder) auf. Es entsteht kein Verpackungs-Müll. Thomas Russel bestätigt, dass die Nachfrage nach veganen Produkten seit circa zwei Jahren deutlich angezogen hat bei seiner Kundschaft. Auf der Website findet man beispielsweise auch vegane Weine.

Bei «Dein und fein» gibt es Hummus, Tahini, Oliven und Meersalz in den verschiedensten Varianten. Damit Veganer nicht lange die Zutatenliste studieren müssen, findet sich unter anderem beim Tahini und beim Silan ein Vegan-Sticker. Tahini ist eine Sesampaste, bei Salin handelt es sich um einen sogenannten Dattelhonig. Dieser besteht aus 100% Datteln aus Israel, wird also ganz ohne Bienen produziert, wie mir Judith Moser erklärt. Natürlich muss ich als ehemaligen Honig-Addict diesen Dattelhonig ausprobieren und kaufe mir ein Glas. Salin ist übrigens deutlich günstiger als Bienenhonig, von der Konsistenz her ist er eher auf der flüssigen Seite und schmeckt – mir zumindest – ausgezeichnet. Zur Tahini-Zubereitung empfiehlt mir Judith einen Workshop zu besuchen, welcher von ihrem Mann Ayal Haneman angeboten wird.

Weiter geht’s zum Taucherli Stand – da gibt’s Schokolade zu degustieren und zu kaufen. Taucherli? Die Erklärung zur Namensgebung gibt mir Kay Keusen, welcher am Stand mit viel Elan Schoggi Müsterli verteilt: einerseits gibt es im Züri-See viele Taucherli und vor allem hat die Zürcher Firma eine Schokolade mit einer Art Glacé-Stängeli im Angebot, aus welcher man eine heisse Schokolade zaubern kann. Bisher sind zwar erst zwei von 8 Taucherli-Tafelschokoladen vegan (schwarz und schwarz mit Chilli), doch für das diesjährige Street-Food-Festival im Sommer hat sich das Taucherli-Team etwas einfallen lassen. Etwas, das bei heissem Wetter deutlich besser läuft als Schokolade: Frozen-Yoghurt – und zwar ebenfalls auf rein pflanzlicher Basis! Natürlich mit diversen veganen Schokoladen-Toppings. Es sei sogar noch besser als das normale Frozen-Yoghurt, sagen auch nicht-Veganer. Kay meint zwar, dass die Nachfrage nach veganen Produkten an dieser Messe nicht wirklich höher ist, generell ist jedoch ein erhöhtes Interesse spürbar. An einer veganen Milch-Schokolade wird bei den Taucherli Chocolatiers übrigens auch herumexperimentiert, verrät mir Kay zum Schluss. Ich bin gespannt, die beiden schwarzen Schokoladen schmecken mir auf jeden Fall schon mal super.JTNDaWZyYW1lJTIwd2lkdGglM0QlMjI1NjAlMjIlMjBoZWlnaHQlM0QlMjIzMTUlMjIlMjBzcmMlM0QlMjJodHRwcyUzQSUyRiUyRnd3dy55b3V0dWJlLmNvbSUyRmVtYmVkJTJGelQycjI2Rlg3WDglMjIlMjBmcmFtZWJvcmRlciUzRCUyMjAlMjIlMjBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4lM0UlM0MlMkZpZnJhbWUlM0U=

Mein persönliches Fazit an der Gourmesse als aussenstehender Veganer: Es ist als eben erst «Erwachter» (Januar 2015) nach wie vor etwas speziell, an den unveganen Ständen durchzugehen und die offerierten Häppchen oder Getränke freundlich abzulehnen, sowie sämtliche Tierprodukte zu ignorieren. Ich sehe alles mit einem neuen Paar Augen. Da ich primär aus ethischen Gründen vegan wurde, sehe ich nun überall das versteckte Tierleid. Deshalb ist Veganismus für mich auch kein Verzicht auf irgendwas, sondern ein «nicht mehr mitmachen wollen».
Die Vegane Sonderschau an der Gourmesse bietet meiner Meinung nach eine perfekte, undogmatische Plattform, um Veganismus einem breiteren Publikum schmackhaft oder auch erst mal bekannt zu machen. Nachhaltigkeit und Genuss stehen im Vordergrund, trotzdem wird der Tierschutz in den aufgelegten Flyern und in den Gesprächen auch thematisiert. Ich glaube, dass Veganismus schon sehr bald so etabliert sein wird, wie es Vegetarismus jetzt ist. Alle die meinen, dass Veganismus nur eine Mode-Erscheinung ist, sollen sich schon mal warm anziehen.Virtueller Rundgang durch die vegane Sondershow.

Vielen Dank an den Hauptsponsor Coop! Coop war ausschliesslich mit dem veganen Karma-Sortiment an der Gourmesse. Ein Wegweiser für die Zukunft?

Kommentare

5 Kommentare

  • Danke für die Hilfe, Gabriel!

    Dennoch kann ich mittlerweile sagen, dass es sich wirklich um die Firma mapé handelt, wessen Website http://www.mapee.ch ist (sollte es dich, oder jemand anderen interessieren :))

    Antworten
  • So viele spannende Marken 🙂 Darf ich jedoch fragen was genau mapé ist, respektive wo es auffindbar ist, denn Google scheint keine Aushilfe sein zu können…

    Antworten
    • Das könnte dieser Aussteller hier sein:

      Melchiorre

      Produkte: Vegane Pasteten und Patée
      Kontaktperson: Allesandro Lo Coco

      Bombachstrasse 21
      8049 Zürich
      Schweiz

      Antworten
      • Danke für die Hilfe, Gabriel!

        Dennoch kann ich mittlerweile sagen, dass es sich wirklich um die Firma mapé handelt, wessen Website http://www.mapee.ch ist (sollte es dich, oder jemand anderen interessieren :))

        Antworten

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