Veganes Sushi – ein Fest der Vielfalt

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Was, Sushi? Aber das ist doch mit Fisch!? Von wegen. Zu einem gelungenen Sushi gehören guter Reis und feine, vielfältige Füllungen. Gastbloggerin Caro hat ein paar Anregungen zusammengestellt, mit denen ihr – ganz ohne Tierleid – ein Fest für Gaumen und Augen bereitet.

 

Zutaten

Hauptsache bunt und schmackhaft lautet die Devise bei der Auswahl der Zutaten. Daher besorgt ihr neben den Basics – Sushireis und Noriblättern – am besten möglichst viele verschiedene Zutaten wie etwa 

  • Salatgurke
  • Avocado
  • Zucchetti
  • gedünstete Brechbohnen
  • Spargel
  • eingelegter Knoblauch
  • gedünstete oder fermentierte Chabisstreifen

 

Als deftige Füllung, damit es «umami» wird, eignen sich zum Beispiel

  • Räuchertofu
  • vegane Landjäger
  • gedünstete und in Liquid Smoke marinierte Rüeblischeiben
  • gebratene Pilze
  • gebratene Auberginenscheiben

 

Aber nicht nur das Innere der Reishappen bietet Raum für eure Kreativität. Wenn ihr California-Rolls, bei denen das Noriblatt innen und der Reis aussen ist, macht, könnt ihr euch auch bei der Dekoration der Reisumhüllung austoben, etwa mit

  • Zwiebelsprossen
  • Brunnenkresse
  • Schnittlauchröllchen
  • geröstetem Sesam
  • veganem Kaviar, z.B. von IKEA oder cavi art

 

Vorbereitung

Vor allem bei der Herstellung von Sushi ist das Mise en Place, also das Bereitstellen aller benötigten Zutaten und Utensilien, essentiell. Schliesslich wollt ihr ja nicht später mit reisklebrigen Händen in euren Schränken herumstöbern.

Am besten schneidet ihr auch schon alle Zutaten auf die benötigte Länge. Als Massstab dienen dafür eure Noriblätter. Wenn ihr Hoso-Maki (dünne Rollen) herstellen wollt, halbiert ihr bereits ein paar Noriblätter mit einer Schere.

 

 

Ausserdem benötigt ihr eine Bambusmatte, eventuell Frischhaltefolie (für California-Rolls) und eine kleine Schale mit zimmerwarmen Wasser.

Den Sushireis kocht ihr nach Packungsanleitung und säuert ihn am Ende mit etwas hellem Essig. Dann lasst ihr den Reis kurz abkühlen, bis ihr ihn mit den Fingern bearbeiten könnt, ohne euch zu verbrennen. Beschleunigen könnt ihr dies durch gelegentliches Umrühren.

 

Einrollen

Dann kann es losgehen. Wenn ihr schon absolute Sushiprofis seid, könnt ihr den nächsten Absatz überspringen und schreibt am besten direkt eure Profitipps unten in die Kommentare. Wenn nicht, dann möchtet ihr vielleicht erstmal mit Maki-Sushi, also den klassischen gerollten Sushi mit Noriblatt-Umhüllung beginnen. Diese könnt ihr entweder dicker (Futo-Maki) oder dünner (Hoso-Maki) machen.

Für Futo-Maki legt ihr ein ganzes Algenblatt mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte, für Hoso-Maki ein halbes.

Etwa auf den unteren zwei Dritteln verteilt ihr mit befeuchteten Fingern eine dünne Schicht Reis und vermeidet dabei den typischen Anfängerfehler, zu viel Reis zu benutzen. Auf dem Reis drapiert ihr dann – nicht mittig, sondern eher am unteren Rand – eure Füllung. Bei Hoso-Maki hat meist nur eine Füllung Platz, ausser ihr schneidet sehr dünn. Bei Futo-Maki könnt ihr problemlos drei oder mehr verschiedene Zutaten unterbringen.

 

 

Dann rollt ihr das Ganze von unten her auf, wobei ihr das Innere zwischendurch mit den Fingern etwas andrückt. Die fertige Rolle legt ihr mit der «Naht» nach unten auf einen flachen Teller.

Nach einigen solcher Rollen habt ihr wahrscheinlich den Dreh raus und möchtet euch an einer herausfordernderen Variante versuchen, nämlich den California-Rolls.

Hierfür packt ihr erstmal eure Bambusmatte in Frischhaltefolie ein. Dann drückt ihr wieder eine dünne Reisschicht auf ein ganzes oder halbes Noriblatt, diesmal jedoch so, dass das gesamte Blatt bedeckt ist.

 

 

Auf den Reis streut ihr das Topping eurer Wahl und deckt alles mit Frischhaltefolie ab. Mithilfe eines flachen Tellers oder eurer Handfläche dreht ihr das Ganze dann um, so dass das Noriblatt nach oben zeigt. Darauf legt ihr dann eure Füllung und rollt das Ganze dann wieder auf. Ihr müsst nur darauf achten, das untere Ende der Frischhaltefolie festzuhalten, so dass dieses nicht mit eingerollt wird, sondern als äussere Hülle um den Reis bleibt.

 

 

Falls ihr noch Reis übrig habt, aber keine Noriblätter mehr, könnt ihr auch Inside-out-Rolls ohne Algen machen. Eine weitere leckere Verwendung für Reisreste ist es, kleine Tofuwürfeln beizugeben, mit den Händen mundgerechte Kügelchen zu formen und diese in geröstetem Sesam zu wälzen.

Eure fertigen Sushi-Rollen legt ihr dann für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. So lassen sie sich besser schneiden.

Natürlich gibt es ausser den typischen Rollen noch ganz viele andere verschiedene Sushi-Typen, an denen ihr euch nach eurem gelungenen ersten Versuch vielleicht probieren möchtet. Einige Anregungen findet ihr hier.

 

Anrichten und Geniessen

Eure Sushirollen schneidet ihr nach Gusto in kürzere oder längere Stücke und drapiert diese auf einem Teller.

 

 

Sojasauce und Wasabi dürfen selbstverständlich auf keinen Fall fehlen. Darüber hinaus sind eurer Fantasie bei den Dips keine Grenzen gesetzt. Als mildere Alternativen zum Wasabi passen zum Beispiel vegane weisse Meerrettichcreme oder Sweet-Chili-Sauce.

Als Vorspeise eignet sich eine Miso-Suppe. Zum Essen passt aromatischer Tee, wie etwa schwarzer oder Jasmintee und ein Glas Reiswein.

Wir Europäer*innen mühen uns übrigens gerne tapsig mit den Essstäbchen ab, weil wir dies für die traditionelle und somit angemessene Art halten, Sushi zu verspeisen. Was viele nicht wissen: In Asien wird Sushi in der Regel mit den Fingern gegessen. Wenn die überstrapazierten Finger langsam zu krampfen beginnen, können wir also einfach beruhigt die Stäbchen beiseitelegen.

Da das Zelebrieren der Sushi-Produktion nichts ist, was man eben so auf die Schnelle macht, bereite ich immer eine grössere Menge als für eine Mahlzeit zu. Da in unserem veganen Sushi praktischerweise keine leicht verderblichen Zutaten enthalten sind, eignet es sich auch als Verpflegung für einen Tagesausflug oder als Mittagessen für den nächsten Schul- oder Arbeitstag. Das Staunen eurer Kolleg*innen sowie neidische Blicke werden euch gewiss sein.

 

 

Caro bloggt regelmässig auf www.extraveganzen.com und gelegentlich auf vegan.ch. In ihrer Freizeit liebt sie nicht nur kulinarische, sondern auch sportliche Herausforderungen. Deshalb freut sie sich bereits jetzt darauf, eines Tages Japan mit dem Rad zu erkunden.

 

Kommentare

Eine Antwort

  1. Danke für die Zusammenstellung. Da bekomme ich sofort wieder Hunger. Noch ein alternativer Tipp um den Reis schnell zu kühlen: mit einem Fön 😉 und als weitere Umami-Füllung (inspiriert von Yooji‘s): Seitan

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