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Unbestritten: Der majestätische Anblick einer grasenden Kuh in den Schweizer Bergen mutet elegant an. Doch dahinter steckt oft auch viel Leid. Milchkühe werden jährlich geschwängert, die Kälber werden ihnen nach der Geburt entzogen und ständiges Melken führt oft zu schmerzhaften Entzündungen des Euters. Aber das muss nicht sein.

 

Wusstest du, dass Rinder intelligente und soziale Tiere sind? In einer natürlichen Umgebung leben sie in Herden, in denen die Distanz zwischen den Tieren durch den jeweiligen sozialen Rang in der Gruppe geregelt ist. Rinder weiden rund zwölf Stunden täglich und legen dabei bis zu 40 km zurück. In der Milchproduktion leben die Tiere jedoch häufig im Stall, fressen vorwiegend verarbeitetes Kraftfutter und bewegen sich gerade einmal 500 bis 700 Meter.¹ Hierzulande leben über 1.5 Millionen Rinder, davon sind 550‘000 Milchkühe. Während der Rindviehbestand seit 20 Jahren stagniert, ist die Tendenz bei den Milchkühen seit Jahrzehnten sinkend.²

 

Immer weniger Milchkühe produzieren immer mehr Milch.³

 

Rind, Muni, Kalb, Kuh?

Rind ist der Oberbegriff der Tierart. Männliche Rinder werden Stier oder Muni genannt. Weibliche Rinder werden mit der ersten Geburt eines Kalbes zur Kuh. Damit setzt die Milchproduktion ein, und der/die Tierhalter*in melkt sie zum ersten Mal, was das Tier zur Milchkuh macht. 

Ab diesem Zeitpunkt bringt die Kuh in der industriellen Milchproduktion alle 12 Monate ein Kalb zur Welt, und das rund vier Mal in ihrem Leben. 

 

Was passiert mit den Kälbern?

In der hierzulande gängigen Praxis trennt der/die Landwirt*in das Kalb entweder direkt nach der Geburt oder spätestens nach 48 Stunden von der Mutter. Diese wird ab sofort gemolken, und das Kalb erhält einen Teil der gemolkenen Kuhmilch in einem Eimer. Dieses Verfahren ist altbewährt und verhindert, dass Mutter und Kalb eine Beziehung entwickeln können. Denn laut Landwirt*innen ist die Bindung, welche beim ersten Trinken entsteht, besonders stark.Dabei würde sich die Mutterkuh unter natürlichen Bedingungen intensiv um ihr neugeborenes Kalb kümmern: In den ersten Tagen bliebe der Nachwuchs am Geburtsort, während die Mutter es regelmässig zum Säugen aufsucht. Etwas später würden sie sich wieder der Herde anschliessen.

 

Erst wenige Minuten auf der Welt, weiss dieses Kalb noch nicht, was gleich kommt: Noch bevor es am Euter der Mutter saugen kann, wird es von den Milchkühen getrennt.

 

Üblicherweise wird das Kälbchen nach der Geburt ohne jeglichen Kontakt zur Mutter untergebracht. Zwar fordert die Tierschutzverordnung für Kälber grundsätzlich bis vier Monate Gruppenhaltung, jedoch ist es in der Schweiz auch erlaubt, ein Kalb in einem Iglu auf der Fläche eines Quadratmeters einzeln zu halten. Die einzige Vorschrift: Das Kälbchen muss Sichtkontakt mit Artgenossen haben, zudem muss jederzeit Zugang zu frischer Luft, Aussenklima- und Umweltreizen geboten werden.⁶ Infolge der Isolation von der Mutter entwickeln die Kälbchen oft Verhaltensstörungen wie gegenseitiges Besaugen von Ohren, Euter oder Hodensäcken. Die Mutter leidet ihrerseits tagelang unter dem Trennungsschmerz. Obwohl diese negativen Auswirkungen seit Jahren erforscht und bekannt sind, bleibt die Trennung weiterhin weltweit die gängige Praxis.

Im Alter von drei bis spätestens sieben Monaten wird das Kalb für die Fleischproduktion geschlachtet  – es sei denn, es ist weiblich und wird später als Milchkuh auf dem Hof bleiben.

 

Das Leben der Milchkühe

Lässt die Leistung der Milchkuh nach – z.B. wenn die Milchmenge abnimmt –, wird sie im Alter von fünf bis sieben Jahren aussortiert und geschlachtet. Die natürliche Lebenserwartung läge bei 20 Jahren.,

Ihr Platz wird mit einer neuen, jungen Milchkuh ersetzt. Diese muss sich erst in der Herde zurechtfinden. Der ständige Wechsel in der Herde und demzufolge in der Rangordnung stresst die Tiere. Anbindehaltung verschlimmert die Situation, da die Milchkühe ihr ausgeprägtes Sozialverhalten praktisch gar nicht ausleben können. Aufgrund von Platzmangel oder der Anbindung können sie nicht ausweichen, was zu mehr Stress führt. Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, werden den Kälbern präventiv die Hornansätze ausgebrannt.¹⁰ Tierhalter*innen dürfen mit entsprechender Weiterbildung ihre eigenen Tiere bis im Alter von drei Wochen selbst enthornen. Auch auf Höfen, die unter dem Bio-Suisse-Label produzieren, gibt es kein Enthornungsverbot. Für ein solches ist auf Frühling 2021 eine Initiative geplant.¹¹

 

Fazit

Genau wie Menschen produzieren Kühe Milch, um ihren Nachwuchs damit zu ernähren. Menschen kommen nur an diese Milch, wenn sie sie den Kälbern wegnehmen. Die dafür erzwungene Trennung direkt nach der Geburt ist sowohl für die Mutter als auch für das Kälbchen traumatisch. Da männliche Kälber nicht für die Milchproduktion gebraucht werden und sie für die Mast zu wenig schnell Fett ansetzen, werden sie nach wenigen Monaten geschlachtet. So hängt die Milchindustrie direkt mit der Fleischproduktion zusammen. Ob aus dem TetraPak oder zu Käse verarbeitet: Wer Kuhmilch konsumiert, fördert nicht nur das Töten von Kälbern, sondern auch jahrelanges Leid der Milchkühe. 

Das muss nicht sein! Mach jetzt mit beim Veganuary und probiere mit der Hilfe von täglichen spannenden Mails einen Monat vegan zu leben. Motiviere auch deine Freunde und startet gemeinsam ins Abenteuer! 

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Quellen:

1 https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/SLT__Tierschutzleitlinien.pdf, S.30. 8. Oktober 2020.

2  https://www.sbv-usp.ch/de/weniger-kuehe-jedoch-mehr-kaelber/, 20. Oktober 2020

3 Landwirtschaft und Ernährung, Taschenstatistik 2020, Bundesamt für Statistik.

www.agrarinfo.ch/mutterkuh-und-kaelbermast/#:~:text=Jede%20von%20ihnen%20bekommt%20jedes,als%20genug%20haben%2C%20oder%20nicht%3F , 20. Oktober 2020

5  Hoy, S. (Hrsg.) 2009: Nutztierethologie, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, S.82 f.

6 www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/nutztierhaltung/rinder/fachinformationen-rind/fi-iglu-auslauf-kaelber.pdf.download.pdf/FI%20Iglu-Auslaufregelung_06_2_20_nach_St%C3%A4ko%20TSch_DE_def.pdf, 8. Oktober 2020

7 www.zuerchertierschutz.ch/fileadmin/user_upload/Tierschutzthemen/Antworten_Jugendtierschutz_pdf/A_Kuh_Alter_01.pdf, 8. Oktober 2020

8  www.sbv-usp.ch/de/weniger-kuehe-jedoch-mehr-kaelber, 3. November 2020

9 www.schweizerbauer.ch/tiere/milchvieh/milchkuehe-werden-44-jahre-genutzt-49303.html#:~:text=Schweizer%20Milchk%C3%BChe%20haben%20eine%20mittlere%20Lebensdauer%20von%206%2C9%20Jahren.&text=Die%20Schweizer%20K%C3%BChe%20werden%20immer,Anfangsbestand%20des%20Jahres%20geschlachtet%20wurden, 20. Oktober 2020

10  www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierschutz/nutztierhaltung/rinder/eingriffe-rind.html#625844197, 8.Oktober.20

11 www.hornkuh.ch/fileadmin/hoerner/medien/Bieler-Tagblatt_2020-11-09.pdf, 8. Oktober 2020

 

 

Kommentare

Eine Antwort

  1. Früher hat man uns als Kinder immer zum Milchtrinken animiert und beigebracht,das dies ein Muss ist zum“starke Knochen“ aber auch zur gesunden Lebensweise beiträgt.
    ALLES EIN IRRTUM!!!!
    Meine Magen-Darm,aber auch teilweise Hauptprobleme haben dadurch angefangen,da ich dazumal als Kraftsportler IIMMER Magermilch im Überfluss getrunken habe!
    Nun habe ich seit Jahren auf Wasser/Kokos-Mandelmilch umgestellt was mir im Verdauungssystem keine Probleme mehr bereitet.
    Auch ganz sicher,der Punkt der Tierhaltung was ein wichtiger Faktor für mich war,die Ernährung umzustellen.

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