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Wie? Natürlich sind Bier und Wein vegan, da kommt ja ausser pflanzlichen Inhaltsstoffen nichts rein? So einfach ist das leider nicht. Gastbloggerin Alexandra erklärt, worauf man achten muss.

 

Bier

Grundsätzlich wird Bier ausschliesslich aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe gebraut (bei Hefe handelt es sich um Mikroorganismen, die als vegan gelten). Manche Hersteller verwenden auch mal spezielle Zutaten wie Honig oder geben dem Bier eine spezifische Farbe, zum Beispiel mit dem aus Schildläusen gewonnenen Karmin. Solche zusätzlichen Inhaltsstoffe sind aber auf der Verpackung in der Regel gekennzeichnet. 

Bei der Herstellung wird Bier geklärt, um restliche Trübstoffe zu entfernen. Das passiert entweder mit einer Filteranlage, mittels Sedimentation oder einer Zentrifuge. Ganz selten wird auch noch mittels Tierprodukten wie Gelatine geklärt. So war das früher bei der irischen Biermarke Guinness der Fall, das aber heute vegan geklärt wird. Da solche Hilfsmittel kein Bestandteil des fertigen Biers sind, müssen sie auf der Verpackung auch nicht deklariert werden.

Alle deutschen Biere sind übrigens vegan, da sie dem deutschen Reinheitsgebot unterliegen. Dieses besagt, dass Bier ausschliesslich aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden darf.

 

Wein 

Wein besteht zwar nur aus der entsprechenden Traubensorte, Schwefel, Hefe und teilweise aus zusätzlichem Zucker. Doch das «Tier» gelangt bei der Produktion, respektive bei der Klärung in den Wein. Nachdem die Trauben gepresst und der Wein für mehrere Monate in Fässern gelagert wurde, bilden sich kleine Schwebeteile aus der noch vorhandenen Hefe, die den Wein trüben. Um dieser Trübung entgegenzuwirken, werden unter anderem Proteine vom Tier zur Filterung verwendet.

Meist wird Wein mit den folgenden Proteinen geklärt:

  • Casein (Milchprotein aus Frischmilch)
  • Albumin (Protein aus dem Hühnerei)
  • Gelatine (gewonnen aus Knochen, Sehnen und Haut)
  • Hausenblase (Fischblasenprotein)

 

Die tolle Nachricht: Mittlerweile setzen immer mehr Winzer*innen auf pflanzliche Produktionsprozesse und entfernen die Trübung mit pflanzlichen Proteinen – oder geben dem Wein schlicht mehr Zeit, um sich auf natürliche Weise zu klären.

 

Fazit

Bier ist in aller Regel vegan, und auch immer mehr Weine werden ohne Tierprodukte hergestellt. Diese Tierprodukte müssen auf der Etikette nicht deklariert sein, weshalb nur das Label auf der Etikette oder eine Anfrage an den Hersteller abschliessende Sicherheit gibt.

 

Wie erkennt man veganen Wein und veganes Bier?

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Produzenten, welche die Produkte mit einem veganen Label kennzeichnen. Man kann auch beim Hersteller nachfragen oder im Internet recherchieren. Dort kannst du entweder auf der Herstellerseite deines Lieblingsbiers oder gleich bei einem Weinhändler nachschauen.

Oft kann man nach dem Begriff vegan zu suchen oder einen Filter vegan anwählen. So sieht das zum Beispiel bei Mondovino/Coop aus:

 

 

Noch einfacher hast du es bei den Schweizer Weinhändlern Delinat, der ausschliesslich veganen Wein verkauft und Belinda’s Selection, wo die veganen Weine gut kennzeichnet sind. Ob dein Lieblingsalkohol vegan ist, kannst du zudem mittels Suchfunktion auf der Seite Barnivore.com checken.

Nun wünschen wir euch viel Spass beim verantwortungsvollen Testen von veganem Wein und/oder Bier und sagen: Prost!

 

Alexandra hat Freude daran, sich mit der Herkunft und den Inhaltsstoffen von den verschiedenen Produkten auseinanderzusetzen und darüber zu recherchieren. Sie bloggt neu für vegan.ch. Wenn auch du Lust hast, etwas für diesen Blog zu schreiben, melde dich bei uns!

 

Kommentare

3 Antworten

  1. Mir hat man bei Alnatura erklärt, dass Bio Weine ab Jahrgang 2017 immer vegan sind. Da die Bestimmungen für biologischen Wein geändert wurden und keine tierischen Inhalte mehr erlaubt seien.

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