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Am 25. September JA stimmen zur Initiative gegen Massentierhaltung

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Vor etwas mehr als vier Jahren war die Vegane Gesellschaft Schweiz dabei, als die Initiative gegen Massentierhaltung in Bern lanciert wurde. Nun ist es endlich soweit: Am 25. September stimmt die Schweiz über die Abschaffung der Massentierhaltung ab. Wir erklären, was die Initiative erreichen will und weshalb sie auch aus veganer Sicht unterstützenswert ist.

Vorab: Auch mit Annahme der Initiative gegen Massentierhaltung würde es in der Schweiz weiterhin ausbeuterische Tiernutzung geben. Die Initiative stellt aber Forderungen auf, die das Leid der sogenannten «Nutztiere» in der Landwirtschaft deutlich mindern würde. Die maximal zugelassenen Gruppengrössen würden deutlich reduziert. Zudem hätten alle Tiere täglichen Zugang ins Freie (88% aller Tiere haben heute keinen Auslauf), Einstreu sowie Beschäftigungsmöglichkeiten. Für die Schlachtung fordert die Initiative kurze Transportwege und Schlachtmethoden, bei denen die Vermeidung von Leid oberste Priorität hat – beispielsweise durch bessere Kontrolle des Betäubungsvorgangs. Eine Importvorschrift würde garantieren, dass importierte Tierprodukte den neuen Schweizer Standards entsprächen.

Die Initiative aus veganer Sicht

Einige Tierwohl- und vegane Organisationen lehnen die Initiative leider ab, weil sie ihnen zu kurz greift. Natürlich würde sich auch die Vegane Gesellschaft Schweiz die komplette Abschaffung der ausbeuterischen Tiernutzung wünschen und dies lieber heute als morgen. Indem wir die Gegenargumente von Swissveg entkräften, zeigen wir, dass es dennoch viele gute Argumente gibt, die eine Unterstützung der Initiative auch aus veganer Sicht rechtfertigen:

«Es ändert sich für die Tiere kaum etwas.»

88% aller Tiere in der Landwirtschaft haben heute keinen Auslauf. Nach der Annahme hätten ALLE diese Tiere Auslauf. Heute gibt es KEINE maximalen Gruppengrössen (für keine einzige Tierart). Alle Tiere hätten Einstreu sowie Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Wege zum Schlachthof wären weniger lang und die Schlachtmethoden selbst weniger fehleranfällig.

«Die Initiative würde bei korrekter Umsetzung nur die Höchstbestandesgrenze bei Hühnern reduzieren. Bei allen anderen Tierarten werden die Höchstbestandesgrenzen durch die Initiative nicht verändert.»

Die Initiative gegen Massentierhaltung fordert maximale Gruppengrösse für alle Tiere, nicht nur für die Hühner. Der Initiativtext ist gegenüber den Übergangsbestimmungen vorrangig. Selbst wenn man sich ausschliesslich an Bio Suisse orientieren würde, würden sich die Bedingungen auch auf Schweine, Rinder und Kühe auswirken.

«Auch nach Annahme der Initiative lägen die erlaubten Höchstbestände, speziell bei den Masthühnern, nach wie vor weit über der Tierwohlgrenze.»

Deutlich relevanter bei den Masthühnern sind die 4×500 (4 Grupen an 500 Tieren), was sehr wohl ein Unterschied zu 1 x 27’000 (aktuell erlaubter Höchstbestand) ist. Vor allem geht es ja aber darum, dass alle diese Masthühner Auslauf hätten. Heute haben gerade mal 8% der Masthühner Auslauf. Zudem gilt es insbesondere auch an die Hühner zu denken, die durch die Limitierung nicht dort sind und dadurch eben nicht ausgebeutet werden.

«Wenn die Initiative angenommen wird, gibt es einfach mehr Importe von Billigfleisch aus dem Ausland.»

Dafür ist die Importklausel da. Sie schränkt die Einfuhr von Gütern aus Massentierhaltung aus dem Ausland ein.

«Egal, ob die Initiative angenommen wird oder nicht: In beiden Fällen wird das Volk danach glauben, dass es in der Schweiz keine Massentierhaltung gäbe: Entweder wegen der Initiative oder weil der Bundesrat im Abstimmungskampf informiert, dass es bei den Tierarten längst Höchstbestandsgrenzen gäbe und Massentierhaltung in der Schweiz nicht existiere.»

Die Initiative gegen Massentierhaltung hat bereits jetzt medial viel bewirkt. Viele Journalist*innen, Organisationen und Konsument*innen sind damit konfrontiert worden, was in der Schweiz tatsächlich legal ist. Damit ist im Gegenteil aufgezeigt worden, dass es in der Schweiz Massentierhaltung gibt. Unabhängig des Abstimmungsausgangs werden den Menschen die Argumente im Kopf bleiben. Damit wird ein besseres Verständnis für die Probleme der Nutztierhaltung in der Schweiz geschafft.

«Nach Annahme der Initiative hätte die Fleischindustrie ein weiteres Argument, um ihr Schweiz Fleisch zu bewerben – nämlich, dass die Massentierhaltung in der Schweiz gesetzlich verboten ist.»

Die Werbung für Fleisch funktioniert bereits heute vorzüglich. Viel wichtiger ist, dass das Fleisch durch die grösseren Aufwände für die Herstellung teurer würde, weniger verfügbar wäre und die Grossverteiler kein Billigfleisch mehr absetzen könnten. Dies hätte zur Folge, dass vegane und somit tierfreundliche Alternativen im Vergleich attraktiver werden.

«Da die Übergangsfristen 25 Jahre betragen werden, ist politisch das Thema Massentierhaltung so lange praktisch blockiert.»

Das Gesetz muss bereits nach drei Jahren komplett in Kraft treten. SPÄTESTENS ab dann können neue Gesetze problemlos umgesetzt werden. Bei den Übergangsfristen geht es darum, wie lange bestehende Betriebe Zeit haben, um schwer zu bewerkstelligende Umbauten vorzunehmen. Betriebe, die nach Inkrafttreten des Gesetzes entstehen, müssen das Gesetz bereits einhalten.

Fazit: Die Vegane Gesellschaft Schweiz sieht mit der Annahme der Initiative zwar nicht die Herstellung des gewünschten Optimalzustandes, wohl aber einen wichtigen grossen Schritt darauf zu. Bei einer Annahme würden voraussichtlich deutlich weniger Tiere in eine Nutzungsexistenz gezwungen, welche darüber hinaus noch unter weniger schlechten Bedingungen leben könnten. Ihre Würde auf Verfassungsebene wäre ausserdem gestärkt. Des Weiteren würden die Preise für Tierprodukte ansteigen und tierfreundliche, vegane Alternativen dadurch attraktiver werden. Und: kleine Verhaltensänderungen machen die Bevölkerung offener für weiteren Fortschritt. Aus diesem Grund unterstützt die Vegane Gesellschaft Schweiz die Initiative. Du auch?

Mehr Informationen zur Massentierhaltungs-Initiative gibt es hier: www.massentierhaltung.ch

Wusstest du, dass sich die Vegane Gesellschaft Schweiz aus Spenden und Mitgliedschaften finanziert? Unterstütze uns noch heute mit einer Mitgliedschaft und hilf uns, den Veganismus in der Schweiz mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit und spannenden Projekten zu fördern!

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