Sind Wildtierparks/Freizeitparks ethisch vertretbar?

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In der Schweiz gibt es verschiedene Wildparks, die sich bemühen, Tiere in einer Umgebung zu präsentieren, die ihren natürlichen Bedürfnissen gerecht wird. Die Schautafeln vor den Gehegen liefern Informationen über den natürlichen Lebensraum der Tiere, ihr typisches Verhalten und wie weit sie in der freien Wildbahn normalerweise wandern. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass sich hinter diesen Tafeln Tiere befinden, die in Gefangenschaft leben und ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können.

Gründe warum Wildtierparks nicht besser sind als Zoos:

Wildtierparks sind in der Schweiz nicht zwangsläufig tierfreundlicher als Zoos. Tiere in Wildtierparks können auch in beengten Verhältnissen leben und werden möglicherweise daran gehindert, ihren natürlichen Instinkten nachzugehen. Dies kann zu unnatürlichem Verhalten führen, einschliesslich Selbstverletzung oder Stereotypien.

Meist nicht artgerecht gehalten: Die Haltung von Tieren in Wildtierparks in der Schweiz ist auch hier ein wichtiges Thema. Die Bedingungen für die Versorgung von Säugetieren, Vögeln und anderen Tieren in solchen Einrichtungen sind gemäss den «Leitlinien für eine tierfreundliche Haltung von Wildtieren in Gehegen» festgelegt, die 1995 erstellt wurden. Zum Beispiel sollten Greifvögeln wie Weisskopfseeadlern gemäss diesen Leitlinien nur 80 m² zur Verfügung stehen, und für jedes weitere Tier sind 35 m² vorgesehen. Die Höhe der Volieren beträgt jeweils 3 m².

In freier Wildbahn können Weisskopfseeadler im Gleitflug bis zu 80 km/h erreichen und im Sturzflug sogar bis zu 150 km/h. In Gefangenschaft können diese Tiere jedoch oft nicht in der Lage sein, ihr natürliches Flugverhalten auszuleben, was zu Verhaltensstörungen wie dem Rupfen der eigenen Federn oder Selbstverletzungen führen kann. Es ist daher wichtig, sicherzustellen, dass die Bedingungen in den Schweizer Wildparks den Tieren genügend Raum und Anreize bieten, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben und ihr Wohlbefinden zu gewährleisten.

3 Alternativen zu Wildtierparks:

Lebenshöfe in der Schweiz bieten geretteten Tieren eine neue Chance auf ein besseres Leben nach schwierigen Erfahrungen. Sie nehmen Tiere auf, die knapp dem Schlachthaus entkommen sind, in Tierversuchen gelitten haben oder von schlechten Haltern misshandelt wurden. Ein Besuch auf einem Lebenshof ermöglicht es, die Geschichten und Vergangenheit dieser Tiere kennenzulernen und vermittelt Kindern wichtige Werte im Umgang mit Tieren. Zudem gibt es regelmässige Helfertage, an denen man die Tiere besuchen und bei den anfallenden Arbeiten unterstützen kann.

Webcams bieten eine wunderbare Gelegenheit, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, ohne diese Tiere in Gefangenschaft zu halten. In der heutigen Zeit können wir Live-Übertragungen von einer Fülle an Wildtieren aus der ganzen Welt geniessen – sei es das Betrachten von Vögeln in ihren Nestern, das Miterleben von Eisbären in der Arktis oder das Beobachten von Elefanten an Wasserlöchern in Afrika. Mit diesen installierten Kameras können wir Tiere in Echtzeit bestaunen und bewundern.

Man kann auch Auffangstationen in der Schweiz unterstützen, die sich um Tiere kümmern, die in Not geraten sind. Hier kümmern sich engagierte Menschen um verwaiste junge Wildtiere oder pflegen verletzte Tiere wieder gesund. Es ist jedoch wichtig sicherzustellen, dass die Auffangstation seriös ist, da es leider einige unseriöse gibt, die sich als Tierschutz ausgeben. Seriöse Auffangstationen vermeiden die Zucht von Tieren, um das Leiden in Gefangenschaft zu reduzieren und ihre begrenzten Ressourcen für die Rettung bedürftiger Tiere zu nutzen.

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Kommentare

Eine Antwort

  1. Viele Menschen fühlen Tieren von Zoos und Wildtierparks mit – „die armen eingesperrten Tiere“.
    Wie sehr Tiere darunter leiden, ist schwer abschätzbar – Volieren machen mich auch immer traurig.

    Interessant ist aber, dass bei uns die Abstimmung gegen Massentierhaltung hoch, und die gegen Tierversuche noch höher verworfen wurde!
    Das heisst dann also, dass Menschen sich, wenn sie Tiere in Zoos sehen, dann mitfühlen – aber alles andere passiert eben im Verborgenen, und es interessiert niemanden mehr….da stehen dann wieder „persönliche Interessen“ im Vordergrund, und Tierrechte sind dann auf einmal völlig egal.

    Lieber ein Tier in einem Zoo oder Wildpark sein, wo man ihnen noch schaut, dass sie ein einigermassen tiergerechtes Leben haben, als denn in der Massentierhaltung oder in Labors leiden müssen!

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