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Es scheint, als ob die Marketing-Abteilung von Swissmilk zur Erkenntnis gekommen wäre, dass die letztjährig veröffentlichte «Stellungnahme von Swissmilk zu häufigen Fragen rund um den Tag der Pausenmilch» nur schlafende Hunde weckt. Das Dokument, in welchem sich auch ein Abschnitt zu «kritischen Stimmen» und «Veganern» befindet, ist nämlich auf den Plattformen von Swissmilk nicht mehr auffindbar. Stattdessen hat Swissmilk sich heuer darauf konzentriert, Publireportagen zu drucken, in denen in polemischer Manier Pflanzenmilch diffamiert wird.

Noch immer steht auf der Swissmilk-Webseite

 

 

 

 

Die Behauptung, Milchprodukte wären notwendig für stabile Knochen, ist jedoch falsch und wurde in Studien widerlegt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1602030/). Viel entscheidender sind Faktoren wie Sport und Bewegung, Genetik, ausreichende Kalziumzufuhr (in Westeuropa auch mit einer veganen Ernährung problemlos möglich), Vitamin-D etc.

Solange die Allgemeinheit die Propaganda-Märchen Swissmilk noch abkauft, wird auch der «Tag der Pausenmilch», an welchem an über 330’000 Schulkinder Milch ausgeschenkt wird, geduldet, wenn nicht gar erwünscht bleiben.

Dem Vorwurf, es handle sich dabei um eine schlichte Werbeaktion an Kindern, widerspricht Swissmilk mit der Begründung: «Swissmilk vertritt keine Marke, sondern die ganze Gattung der einheimischen Milch und Milchprodukte. Der Vorwurf der Werbung trifft nicht zu.»

Das ist natürlich Augenwischerei: Swissmilk bestreitet die Interessenvertretung der gesamten Schweizer Milchindustrie und als solches ist «ihr» Produkt Milch aus der Schweiz, ungeachtet der Marke. Ein Umstand der den «Tag der Pausenmilch» sehr wohl zu nichts weiter macht als eine Propaganda-Aktion an Schulen.

Analog dazu: Würde die deutlich unbekanntere Interessensvertreterin der Schweizer Kartoffel «Swisspatat» den «Tag der Pausenchips» einführen, wäre die Irritation bei den Eltern wohl vorprogrammiert.

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