Vegan vs. Fleisch – das Zwillingsexperiment

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Die Zwillingsbrüder Hugo und Ross Turner möchten herausfinden, wie sich eine vegane Ernährung auf ihre Fitness auswirkt. Sie starten ein Experiment – und gelangen zu einem ziemlich klaren Fazit.

 

Die Turner-Zwillinge sind normalerweise an den entlegensten Orten der Welt unterwegs. Die Abenteurer aus England sind besonders für ihre spektakulären Expeditionen bekannt. So sind sie beispielsweise einmal quer über den Atlantischen Ozean gerudert oder haben zu Fuss Grönland durchquert. Auch Vergleichsexperimente fanden sie schon immer spannend: Bei einer Expedition auf den Mount Elbrus, den höchsten Berg Russlands, war einer mit moderner Funktionskleidung ausgestattet, während der andere das Equipment testete, welches Bergsteiger vor 100 Jahren zur Verfügung hatten. 

 

Die beiden Brüder vor dem Experiment, links Hugo Turner, bevor er sich drei Monate lang vegan ernährt hat. 

Für eines ihrer jüngsten Experimente bewegten sie sich jedoch auf ganz anderem Terrain. Inspiriert vom Film «The Game Changers» wollten sie es genauer wissen und testeten drei Monate lang die Effekte einer pflanzlichen Ernährungsweise auf ihre Fitness. Dabei ernährte sich Hugo Turner während der gesamten Zeit pflanzlich, während Ross weiterhin Fleisch und Milchprodukte auf seiner Speisekarte hatte. 

Für aussagekräftigere Ergebnisse nahmen sie jeden Tag dieselbe Kalorienmenge zu sich und betrieben dasselbe Ausdauertraining. Der Versuch wurde von Forschern des King’s College in London begleitet. Dabei wurden in erster Linie die Faktoren Gewicht, Muskelmasse und Cholesterinspiegel beobachtet.

 

Hugo hatte mehr Energie beim Training

Beide Brüder ernährten sich in diesen drei Monaten grundsätzlich abwechslungsreicher als vorher. Vor dem Experiment bestand ihre Ernährung mehrheitlich aus Toast, Haferflocken, Sandwiches, Pasta oder Poulet mit Gemüsebeilage.

Trotz der ausgewogeneren Ernährung auf beiden Seiten gab es grosse Unterschiede in den Ergebnissen: 

Hugo, der sich vegan ernährte, berichtet dem Männermagazin Men’s Health, dass er während des Trainings spürbar mehr Energie hatte als vor dem Experiment. Zudem fühlte er sich fokussierter und konzentrierter. Ross hingegen erlebte das Gegenteil. Er hatte regelmässig mit Energietiefs und Heisshunger zu kämpfen. 

Die Ergebnisse aus den Blutzuckermessungen bestätigten, dass Hugos Blutzuckerspiegel während der ganzen Zeit sehr stabil blieb, während bei Ross starke Schwankungen zu beobachten waren. Als einen Grund für den Unterschied sieht Hugo, dass er durch das vegane Experiments seine Snackroutine verändern musste. Statt aus Keksen und Chips bestanden seine Zwischenmahlzeiten jetzt aus Nüssen und Früchten. 

 

Eines von Hugos veganen Gerichten während des Experiments. 

 

Die rein pflanzliche Ernährung bewirkte, dass Hugos Cholesterinspiegel deutlich sank, während der seines Bruders auf demselben Niveau verharrte. Auch in Hugos Darm hatte die vegane Ernährung erste Wirkung gezeigt. So war sein Risiko, an Übergewicht und Diabetes Typ II zu erkranken, im Vergleich zu vorher nachweislich geringer geworden. Das unterstützt jüngere Erkenntnisse, dass eine pflanzliche Ernährung das Risiko chronischer Erkrankungen durch eine Verbesserung der Darmbakterien verringern könnte.

 

Die vegane Ernährung begünstigte den Fettabbau

Das Trainingsziel der Brüder war es, ihre Ausdauer zu erhöhen ohne dabei extra Masse aufzubauen. Als Extremsportler ist es ihnen besonders wichtig, nicht zu viel Gewicht mit sich herumzutragen. «Auf einem Ausdauer-Trip verliert man etwa ein halbes Kilo am Tag, und noch mehr, wenn man zusätzliches Gewicht bei sich trägt. Deswegen sind wir während dieser Ausflüge gerne schlank und leistungsstark», erzählt Hugo dem Business Insider.

Mit dem Verzehr von Tierprodukten nahm Ross in den 12 Wochen insgesamt 4 kg Muskeln und fast 3 kg Fett zu. Während Hugo nach dem Experiment 1,2 kg Muskelmasse dazugewonnen aber gleichzeitig 1 kg Fettmasse abgebaut hatte. 

Die deutlichen Ergebnisse des Experiments, trotz der kurzen Zeit von drei Monaten, hatten die Brüder überrascht. Für bessere Resultate hätte der Versuch natürlich länger dauern müssen, beispielsweise ein halbes oder gar ein ganzes Jahr. Dennoch war Hugo besonders beeindruckt von seiner gesteigerten Leistungsfähigkeit beim Sport, die er dank der Ernährungsumstellung erlebt hatte. Auch faszinierte ihn die neue Vielfalt auf seinem Teller. Das mache das Leben spannender, so sein Fazit.

Gegenüber dem Newsportal Insider äusserte Ross, dass es für Fleischesser oftmals eine Abneigung gegen veganes Essen gäbe, und er hoffe, dass dieses Experiment engagierte Allesfresser dazu ermutige, öfter mal etwas Neues auszuprobieren. Denn viele pflanzliche Ersatzprodukte wie vegane Burger ähneln in Geschmack und Beschaffenheit den Klassikern.

Beide Brüder möchten als Konsequenz in Zukunft mehr pflanzliche Lebensmittel in ihre Ernährung integrieren und den Fleischkonsum reduzieren.

 

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