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Als vegan lebende Person ist oftmals klar: Der Kauf von Leder ist ein No-Go. Die Tiere leiden und die Lederindustrie sollte somit auf gar keinen Fall unterstützt werden. Aber wie ist es mit Jacken, Schuhen oder Sofas aus Leder aus zweiter Hand? Ein umstrittenes Thema. Wir haben in der Community nachgefragt.

Secondhand

Das Prinzip von Secondhand-Produkten ist einfach: In einem Brockenhaus, auf entsprechenden Websites und Apps oder übernommene Kleidung und Möbel sind oftmals nachhaltiger und billiger. Sie sind nicht neu produziert, sondern mensch kann von ihnen profitieren, bevor sie weggeschmissen werden.

Und was ist, wenn die Produkte aus tierischen Materialien, in diesem Fall Leder, sind? Ist es dann vertretbar, sie zu kaufen, da es keine Neuproduktion ist?

Horrorproduktion Leder

Weshalb ist Leder nicht vertretbar? Oftmals wird Leder aus den Häuten von Kühen, Büffeln oder Kälber hergestellt. Aber auch Krokodile, Schlangen, Zebras und Lämmer müssen ihr Leben für die Lederproduktion lassen. Die Tiere werden in engen Transporten zu Schlachthöfen gefahren. Je nach Tierart wird ihnen ohne Betäubung die Haut abgeschnitten und verarbeitet.

Nicht nur die Tiere müssen für die Lederproduktion leiden. Auch die Umwelt wird stark beeinflusst: Einerseits natürlich für die Zucht der Tiere, welche mit destruktivem Sojaanbau und übermässigem Methanausstoss einhergeht. Weitere Gründe, weshalb die Haltung von sogenannten «Nutztieren» schädlich ist, findest du im Blogbeitrag «5 Gründe».

Aber auch die Verarbeitung der Tierhaut ist schädlich für Mensch und Umwelt:  Mit giftigen Chemikalien wird die Haut vor dem Verwesen verwahrt und belastet  lokale Gewässer durch unkorrekte Entsorgung der Abfallstoffe. Da in den Ländern, in denen Leder häufig produziert wird, die Arbeitsbedingungen um einiges schlechter sind als bei uns, leiden viele Arbeiter*innen aufgrund ungenügenden Schutzmassnahmen an schweren Folgekrankheiten wie Krebs oder Asthma. Falls du mehr über die Lederprodukion wissen möchtest, erhältst du im Bericht von PETA genauere Informationen.

Gespaltene Meinungen

Mit einer Umfrage in der Community wollten wir herausfinden, wie sie zu dem Thema Second-Hand-Produkte aus Leder steht. Und die Meinungen gehen, wie zu erwarten, auseinander. Grob gesagt in drei Richtungen. 

Ja, aber nein 

Für viele ist klar: Sie verurteilen niemanden dafür, wenn sie Leder aus zweiter Hand kaufen, würden es aber selbst niemals machen –  sei es aus Ekel vor dem toten Tier, schlechtem Gewissen oder weil mensch sich unwohl fühlen würde, eine Tierhaut zu tragen. Oder: Es wird nichts neu gekauft, aber die eigenen alten Sachen oder geschenkten Produkte noch getragen.

Nicht (er)tragen können

Ein anderer Teil schreibt ein grosses No-Go auf Secondhand-Leder-Produkte: Es treibe die Neuproduktion von Lederprodukten an, wenn die Produkte aus zweiter Hand aufgekauft werden. Oftmals besteht ein Konflikt zwischen «besser Secondhand» und «aus Prinzip keine Tiere anziehen». Und eine Frage kristallisierte sich in der Community heraus: Kann es Menschen animieren, Leder zu kaufen, wenn sie ihre Mitmenschen zum Beispiel  eine Lederjacke tragen sehen?

Wenn schon, dann so

«Gerade bei Töffkleidung ist es schwierig, gute vegane Alternativen zu finden», lässt uns eine Followerin wissen. Deshalb: im Idealfall Secondhand, ansonsten Neukauf und solange wie möglich tragen. Zu den Pro-Argumenten gehören unter anderem, dass es für die Umwelt besser ist Second-Hand-Leder zu tragen, als Fast-Fashion-Kleidung* zu kaufen. Es ist also besser für die Nachhaltigkeit. Ein weiteres Argument: Lieber werde es nochmals getragen, wenn schon ein Tier dafür sterben musste, und es sei auf jeden Fall besser, als die Lederprodukte wegzuwerfen. 

Fazit

Wie zu Beginn angetönt: Die Meinungen gehen bei diesem Thema stark auseinander. Was wir dabei wichtig finden zu betonen: Wenn du dich entscheidest, in die vegane Lebensweise einzutauchen, heisst das nicht, dass du alle Lederprodukte sofort wegschmeissen musst. Brauche sie so lange, bis du sie nicht mehr tragen kannst! 

Was ist deine Meinung dazu? Würdest du Secondhand-Lederprodukte kaufen und tragen?

In unserem Blogbeitrag «6 vielversprechende vegane Alternativen zu Leder» findest du Inspirationen, wenn du das Aussehen von Leder magst, aber nicht mehr tragen möchtest!

*Fast-Fashion: Kleidung, die billig hergestellt und verkauft wird, damit der Kunde häufiger neue Kleidung kaufen kann.

Wusstest du, dass sich die Vegane Gesellschaft Schweiz aus Spenden und Mitgliedschaften finanziert? Unterstütze uns noch heute mit einer Mitgliedschaft und hilf uns, den Veganismus in der Schweiz mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit und spannenden Projekten zu fördern!

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Kommentare

Eine Antwort

  1. Nein … das zur Show stellen von Leder oder auch Pelz könnten andere sehen und es toll finden, sprich dazu animiert werden sowas ebenfalls zu kaufen … neu.
    Darum nein …
    Alte Ledergürtel vielleicht auch Schuhe ok

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