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Als Mitglied wirst du: 

  1. Zu unserer legendären, jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen.
  2. Du bestimmst wohin die vegane Reise geht! 
  3. Du bekommst zur Begrüssung unser begehrtes Vegan-Welcome-Päckli. 

The time is now, sei dabei!

Wir haben unsere Follower auf Instagram gefragt, ob ihnen das vegane Leben einfach oder schwer fällt. Von 646 Personen empfinden es 89% als leicht – das ist doch schon mal super! Aber was ist mit den restlichen 11%? Was fällt ihnen schwer? Eine unserer Kernaufgaben ist es, die vegane Lebensweise in der Schweiz zu fördern und einfacher zu machen. Auf die 13 meistgenannten Schwierigkeiten liefern wir deshalb Antworten.

1. Wie ersetze ich Eier?

Hier hängt viel davon ab, welchen Zweck die Ei-Alternative erfüllen soll.

Willst du den Geschmack von einem Ei simulieren? Dann bist du bestens bedient mit Kala Namak aka «schwarzes Salz», welches nach Schwefel riecht und schmeckt. Achtung, zurückhaltend dosieren.

Besonders gut gelingt damit der sogenannte «Rühr-Tofu» ( = veganes Rührei) .

 

Benötigst du allerdings ein Bindemittel, dann ist bei Süssem Apfelmus oder Banane ein perfekter Ersatz. Für Salziges eignen sich  Sojamehl oder Leinsamen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf Ei-Ersatzpulver (erhältlich im Reformhaus) zurückgreifen. 

 

2. Meine Oma ist überzeugt, dass ich mir damit schade. Wie kann ich sie überzeugen?

Die Generationen vor uns haben noch gelernt, dass Fleisch ein Stück Lebenskraft bedeutet und Milch die Knochen stark macht, da ist initiale Sorge in der Familie natürlich naheliegend. Manchmal steckt allerdings auch nur eine Überforderung dahinter. Gewohnheiten zu ändern, ist für Menschen meistens eine grosse Herausforderung – dein Familienmitglied weiss vielleicht einfach nicht, wie es dich weiterhin kulinarisch verwöhnen kann.

Um ihnen diese Sorgen zu nehmen, findest du auf unter Gesundheit auf vegan.ch  sämtliche Antworten auf Fragen zur gesunden veganen Ernährung.

Ansonsten schenk deinen Grosseltern doch ein veganes Kochbuch und erzähl oder zeig ihnen, wo man vegane Produkte im Coop und in der Migros kriegt. Vermutlich ist für sie auch interessant, welche Schokolade und welche Guetzli vegan sind, damit sie wissen, was sie beim nächsten Familientreffen zum Naschen servieren können.

Wenn das alles nichts nützt, dann musst du wohl in den sauren Apfel beissen und das so hinnehmen. Allgemein verbringen viele Veganer*innen zuviel Zeit damit, Familienmitglieder zu überzeugen. Und Grosis zu überzeugen, ist wohl einer der schwierigsten Aufgaben überhaupt.

 

3. In Restaurants finde ich nichts Veganes zu essen.

Die ungemein nützliche App «Vanilla Bean» versorgt dich mit praktisch allen Gastro-Destinationen, die veganes Essen anbieten.

Solltest du dich allerdings mal notgedrungen oder unplanmässig in einem Restaurant wiederfinden, welches offiziell nichts anbietet, dann frag ungeniert, ob der/die Küchenchef*in etwas veganes zubereiten könnte. Im Gegensatz zu früher ist «vegan» heute fast allen ein Begriff und viele Gastro-Profis freuen sich über eine kulinarische Herausforderung.

 

4. Was mache ich, wenn ich von Freunden eingeladen werde?

Kommuniziere so früh wie möglich, dass du vegan lebst. Wenn deine Freunde und Freundinnen den Jahrgang deiner Oma haben, dann siehe Punkt 2.

Sonst sollte das weiter kein Problem sein, gebe ihnen beispielsweise den Link zu unserem Blog. In der Rezepte-Kategorie finden deine Gastgeber*innen bestimmt etwas Passendes.

Falls du dennoch Unsicherheiten bemerkst, biete an, dass du zusammen mit ihnen etwas kochst, das entlastet sie und du kannst ihnen bei der Gelegenheit noch vegane Küchentricks beibringen.

 

5. Ich bin der/die Einzige in meiner Familie der/die vegan lebt.

Wenn du noch bei deinen Eltern wohnst und diese ihre Sorge äussern, dann besuche mit ihnen zusammen unsere Homepage vegan.ch. Wir verwenden keine Gesundheitsargumente, die nicht mit repräsentativen Studien gestützt sind, auch wenn sie unserer Sache nützen würden.

Deine Eltern können uns auch jederzeit eine E-Mail schreiben, falls sie noch weitere Fragen haben.

Biete an, für die Familie zu kochen oder zu assistieren. Rezepte findest du beispielsweise bei uns unter der Kategorie Rezepte oder über Google.

Diese können dir auch helfen, wenn du nicht von deiner Familie in deiner veganen Lebensweise unterstützt werden solltest. Sollte das vegane Leben dir zuhause sogar aktiv behindert werden, empfehlen wir, dir das Leben nicht schwerer zu machen als nötig, vielleicht sogar, zuhause einfach vegetarisch zu leben, bis du ausziehst oder volljährig wirst.

 

 

6. Was mache ich, wenn ich keine Zeit und Lust zum lange Kochen habe?

Wir leben glücklicherweise in einer Zeit, in der die Detailhändler einander mit einem veganen Produkt nach dem anderen übertrumpfen wollen. Coop, Migros und Co. haben bereits viele Fertiggerichte, die man in solchen Fällen einfach in die Mikro schieben oder in die Pfanne hauen kann. Auch gibt es zunehmend Take-Away-Optionen.

 

 

7. Vegane Produkte schmecken mir oft nicht.

Auch wenn Facebook aktuell einen Datenschutz-Fail nach dem anderen liefert, wir empfehlen wirklich sehr, einen Facebook-Account zu haben: Die unzähligen veganen Gruppen erleichtern das vegane Leben ungemein.

So werden beispielsweise Stammtische darüber organisiert, an denen man vegan lebende Menschen kennenlernen kann und sich zu Produkten austauschen kann.

Genial ist aber auch besonders die Gruppe «Vegane Produkte Schweiz». Hier wird wirklich nahezu jedes vegane Produkt diskutiert, welches neu in der Schweiz erhältlich ist.

Bestimmt findest du auf diese Weise auch Produkte, die dir schmecken.

 

 

8. Wo soll ich anfangen umzustellen?

Was wir immer wieder betonen: Stress dich nicht, lehn dich zurück und gehe es mit Freude an der Sache an.

  • Fange mit einigen veganen Menüs pro Woche an, vielleicht einen fixen Tag?
  • Lerne in dieser Zeit die unterschiedlichen Gemüse-, Getreide- und Hülsenfrüchtesorten kennen und wie man sie zubereitet
  • Tausche dich mit anderen Veganer*innen aus, das ist wirklich die halbe Miete (siehe dazu auch Punkt 7)
  • Melde dich für den Veganuary an und lebe einen Monat vegan, während du jeden Tag ein Mail mit hilfreichen Tipps erhältst. Das kannst du auch unter dem Jahr ausprobieren, es muss nicht im Januar sein.

 

 

9. …aber der Kääääseeee!

Die Alternativen, die Konsistenz und Geschmack bisher am besten hinbekommen, sind die auf Cashewbasis, aktuell im Detailhandel bei Coop von der Schweizer Firma «New Roots» erhältlich.

Es gibt auch noch andere Produkte. Wenn man nicht das genau gleiche Käseerlebnis erwartet, dann sind diese durchaus fein. Ein tolles Produkt ist auch Hefeflocken, welches sich aufgrund seines käsigen Geschmacks super für beispielsweise eine vegane Käsesauce eignet. (Hier findest du Tipps für alle möglichen Verwendungsarten von Hefeflocken!)

Die vegane Käseentwicklung steht noch relativ am Anfang – im Gegensatz zur herkömmlichen mit Tiermilch, welche bereits in der Steinzeit ihren Anfang fand. Glaubt uns, da wird noch einiges auf uns zukommen, auf das wir uns sehr freuen können.

 

 

10. Was gibt es denn für gute Fleischalternativen?

Die bekannteste ist wohl Tofu. Hierbei ist die Zubereitung key! Zum Glück ist heute mehrheitlich bekannt, dass man ihn gut anbraten muss und vor allem würzen – dann wird er super fein.

Seitan (im Bild) ist die zweite naheliegende Fleischalternative. Es gibt bereits zahlreiche Produkte auf Seitanbasis, jedoch bekommt man im Coop im Veganz-Regal auch Seitanpulver, mit dem man selber Seitan machen kann. Auch hier gilt: Wie beim Fleisch die Gewürze nicht vergessen.

Davon abgesehen bieten die Detailhändler sowie die veganen Shops eine Übermenge an schmackhaften Fertig-Fleischalternativen, die man nur noch anbraten muss und feddisch!

Fleisch muss heute wirklich niemand mehr vermissen. Und auch hier werden wir uns noch auf zahlreiche weitere Produkte freuen können, denn die Industrie hat auch hier eine grosse Nachfrage festgestellt.

 

11. Wo finde ich vegane Produkte?

Die Regale von Coop und Migros sind voll von veganen Produkten. Lidl und Aldi werden wohl auch bald nachziehen, aktuell findet man bei denen ausser Tofu und Reis- und Sojamilch jedoch noch nicht so viel (Stand Januar 2019).

Die Suche nach veganen Produkten erleichtern die veganen Labels, die gut sichtbar auf die Produkte gedruckt sind.

Du willst auf dem Laufenden gehalten werden betreffend veganer Produkte? Dann folge uns auf Instagram oder Facebook.

 

12. Dieser ganze Plastik!

Uns bereitet das auch Sorge, aber wir raten dringend davon ab, dazu aufzurufen, vegane Produkte deswegen kategorisch zu boykottieren. Überspitzt ausgedrückt, kann man es wohl auf folgendes runterbrechen: Lieber vegane Produkte in Plastik als unvegane Produkte ohne Plastik.

Es ist wichtig, dass die rein pflanzliche Lebensweise sich möglichst ungebremst verbreiten kann. Gerade, wenn es darum geht, Leute anzusprechen, die ansonsten unvegane Produkte konsumieren. Diese Gruppe kann schnell überfordert sein, wenn man zuviele unterschiedliche Dinge erwartet. Dann wird der vegane Versuch gerne mal mit einem Overkill im Keim erstickt.

Klein anfangen. Der Kampf gegen den Plastik kannst du immer noch später aufnehmen. 

 

13. Warum sind vegane Produkte so teuer?

Wenn du nur vegane Fertigprodukte kaufst, dann sind sie in der Tat teurer.

Aber es gibt keinen Grund, das zu tun. Kaufe Reis, Teigwaren, Linsen und Kichererbsen in grossen Mengen, auch von Budget oder Prix Garantie (da wird primär bei der Verpackung gespart). Oder gehe im Internet nach Aktionsprodukten suchen und richte deine Gerichte dann danach aus. Du wirst sehen, die vegane Ernährung gelingt sogar günstiger.

 

Fandest du die Informationen nützlich? Dann unterstütze unsere Arbeit und werde noch heute Mitglied bei uns!

 

Wusstest du, dass sich die Vegane Gesellschaft Schweiz aus Spenden und Mitgliedschaften finanziert? Unterstütze uns noch heute mit einer Mitgliedschaft und hilf uns, den Veganismus in der Schweiz mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit und spannenden Projekten zu fördern!

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